ToJo NavigatorToJo NavigatorModul: KI Governance
ToJo Navigator · User Guide · Modul KI Governance · vertraulich
ToJo Navigator · Modul: KI Governance

Vorbereitung & User Guide

Anleitung zur sicheren Vorbereitung, Durchführung und Nachverfolgung einer KI-Hosting-Entscheidung — ToJo Navigator.

Version: 2.2Stand: 2026-07Vertraulichkeit: internZielgruppe: GF, IT, Datenschutz, Compliance, Security, Fachbereich, PrüferHinweis: Vor Start des Navigators lesen.

Dieser User Guide hilft Ihnen, die Eingabe in den ToJo Navigator vorzubereiten und den späteren Decision Record richtig zu nutzen. Je vollständiger Use Case, Datenprofil, Rollen, Anbieterinformationen und Compliance-Angaben vorbereitet sind, desto belastbarer wird die Auswertung. Er erklärt, wofür das Werkzeug gedacht ist, welche Informationen Sie vorab brauchen, wer intern beteiligt sein sollte, welche Daten Sie nicht eingeben sollten, wie der Navigator aufgebaut ist, wie der Decision Record zu lesen ist und welche Aufgaben nach der Auswertung im Betrieb entstehen.

2 · Kurzüberblick für die Geschäftsführung
3 · Was der Guide leistet
4 · Was der Guide nicht leistet
Zugang: Demo · Trial · Vollzugang
5 · Informationen vorbereiten
6 · Wer intern beteiligt sein sollte
7 · Welche Daten nicht eingeben
8 · Ablauf des Navigators
8a · Zwei Rollen: Übersicht und Vollprüfung
9 · Statuslogik des Decision Records
10 · Pflichtfelder, Stopper, Auflagen
11 · DSGVO- und Datenschutzprüfung
12 · EU-AI-Act-Einstufung
13 · Anbieter- und Security-Prüfung
14 · Betriebsroutinen
15 · KPIs im laufenden Betrieb
16 · Routine vs. KPI / Evidence-Matrix
16a · Bericht bedienen (Speichern, Dashboard, Logbuch)
16b · Zugänge & Verschlüsselung (PIN, Recovery, Mitglieder)
17 · Nach der Auswertung
18 · Start-Checkliste
19 · Glossar
20 · Haftungsausschluss
Anhang A · Feld-für-Feld

Kurzüberblick für die Geschäftsführung

Zweck: Der ToJo Navigator führt Ihr Unternehmen zu einer nachvollziehbaren Entscheidung, wo und wie eine KI-Anwendung betrieben wird (Public Cloud, Private Cloud, On-Premise, Hybrid oder AIaaS).

Ergebnis: ein Decision Record mit Empfehlung, Alternativenvergleich (Hosting-Ranking, qualitativ), Go-live-Auflagen, 90-Tage-Plan, Betriebsroutinen, KPI-Überwachung, Evidence-Matrix und Audit-Anhang — als Entscheidungsgrundlage und Nachweis. Hinweis: Es werden keine TCO-/Euro-Zahlen berechnet; die TCO-/Angebotsprüfung erfolgt separat.

Beteiligte: Geschäftsführung, IT-Leitung, Datenschutz, Security, Fachbereich, bei Bedarf Einkauf/Legal und externe Beratung.

Wann nur vorläufig: Fehlen Pflichtangaben oder zentrale Prüfpunkte (Use Case, Datenprofil, Rollen, Anbieter, Compliance), erzeugt der Navigator nur eine vorläufige Empfehlung — keine freigabefähige Entscheidungsvorlage.

Was es nicht ersetzt: Rechts-, Datenschutz- und Sicherheitsberatung, Anbieter-Audit, Zertifizierung und die finale Managemententscheidung.

Vor dem Start klären: Für eine belastbare Auswertung benötigen Sie Angaben zum KI-Anwendungsfall, zu verarbeiteten Daten, Verantwortlichkeiten, Datenresidenz, Anbieterunterlagen und regulatorischen Anforderungen. Wenn diese Angaben fehlen, erzeugt der Navigator nur eine vorläufige Empfehlung und keine freigabefähige Entscheidungsvorlage.
Hilfe per Mouseover (Cursor darüberfahren): An vielen Überschriften und Feldern steht ein ⓘ-Symbol — fahren Sie mit dem Cursor darüber (oder tippen Sie auf Touch-Geräten darauf), um eine Kurzerklärung zu sehen. Fachbegriffe und Abkürzungen (z. B. MFA, AVV, DSFA, COBIT, RACI, AHP) sind im Formular und im Decision Record gepunktet unterstrichen; der Cursor darüber zeigt die Klartext-Erklärung. Alle Begriffe finden Sie zusätzlich im Glossar am Ende dieses Guides.

3. Was der Guide leistet

Der ToJo Navigator unterstützt Ihr Unternehmen dabei, einen KI-Use-Case strukturiert zu erfassen, das Daten- und Risikoprofil zu dokumentieren, DSGVO- und AI-Act-Prüfpunkte vorzubereiten, Verantwortlichkeiten und Betriebsroutinen zu bewerten, Hosting-Optionen strukturiert zu vergleichen, Freigabebedingungen abzuleiten, einen Decision Record zu erzeugen und Nachweise sowie die laufende Überwachung vorzubereiten.

Wichtig: Das Ergebnis ist eine Entscheidungs- und Dokumentationsgrundlage, keine automatische Freigabe. Die Freigabe sprechen die Verantwortlichen Ihres Unternehmens aus.

4. Was der Guide nicht leistet

Der ToJo Navigator strukturiert relevante Prüfpunkte und macht offene Auflagen sichtbar. Die finale Bewertung und Freigabe verbleiben bei Geschäftsführung, IT, Datenschutz, Security und ggf. externer Beratung. Er ersetzt insbesondere nicht:

Zugang: Demo, Trial und Vollzugang

Der Guide ist in drei Stufen nutzbar:

Den Zugangscode geben Sie auf der Startseite ein. Über „anderen Zugangscode eingeben" (unten auf der Startseite) wechseln Sie den Zugang.

Speichern, Laden und wo die Datei landet

Es gibt zwei Stellen zum Speichern: Im Eingabe-Formular sichern Sie Ihre Angaben als Entwurf (z. B. um später weiterzumachen, bevor Sie auswerten). Im fertigen Bericht speichern Sie den vollständigen Decision Record (Eingaben + Bewertung + Ihren Tracking-Stand) — das ist die Datei, die Sie aufheben und später wieder laden. Im Zweifel speichern Sie im Bericht.

Vertraulichkeit der Exportdatei: Die gespeicherte JSON-Datei (Decision Record) enthält Firmenname, Use-Case-Beschreibung, Datenkategorien, Anbieter-/Security-Angaben, Namen des Verantwortlichen, Sign-off und Logbuch-Einträge — also geschäftliche und gegebenenfalls personenbezogene Daten. Behandeln Sie die Datei wie ein internes Dokument: nur an berechtigte Personen weitergeben, in geschützten Ablagen speichern, bei E-Mail-Versand verschlüsseln. Tragen Sie niemals API-Schlüssel, Passwörter oder andere Secrets in den Navigator ein.

Lokale Browser-Speicherung (Auto-Sicherung)

Beim Ausfüllen des Formulars werden Ihre Eingaben automatisch im Browser-Speicher (localStorage) gesichert. Das bleibt beim Ausfüllen lokal auf Ihrem Gerät. Erst beim Auswerten werden die Angaben an den Server übermittelt, um den Bericht zu erstellen — dort werden sie nicht gespeichert (zustandsloser Server, kein Konto, keine Datenbank). Beim erneuten Öffnen erscheint ein Banner „Entwurf vorhanden", den Sie laden oder verwerfen können. Möchten Sie alle lokal gespeicherten Navigator-Daten löschen, klicken Sie im Formular auf „Lokale Browser-Daten löschen" unter der Auto-Sicherungs-Anzeige (oder löschen Sie die Browser-Daten für diese Seite). Bei Nutzung in fremden Browsern (z. B. Internet-Café) sollten Sie diese Funktion am Ende immer ausführen.

Was Sie im Bericht eintragen, wird automatisch in Ihrem Browser gesichert — Sie können die Seite schließen und am selben Rechner weitermachen. Mit „Stand speichern" (⚙-Menü unten links) legen Sie zusätzlich eine versionierte Datei an, die Sie archivieren, weitergeben oder auf ein Netzlaufwerk legen können. Der Dateiname enthält Firmenname, Datum und Version (z. B. Decision-Record_Muster-GmbH_17-06-2026_v2.json).

Wo die Datei gespeichert wird: In Chrome/Edge wählen Sie Ordner und Speicherort selbst. In Safari/Firefox landet sie im Downloads-Ordner; möchten Sie auch dort den Ort wählen, stellen Sie in Safari unter Einstellungen → Allgemein → Download-Speicherort auf „Beim Download nachfragen".

Der Speichern-Knopf zeigt den Stand an: rot = es gibt ungespeicherte Änderungen, grün = aktueller Stand ist als Datei gespeichert. Ein bestehendes Audit laden Sie auf der Startseite über „Bestehendes Audit laden".

5. Vor dem Start: Welche Informationen Sie vorbereiten sollten

Hinweis: Nicht jedes hier genannte Konzept ist ein separates Formularfeld — manches wird über zusammengesetzte Angaben erfasst (z. B. wird die Frage nach „automatischer Entscheidung mit erheblicher Wirkung" über die AI-Act-Risikoklasse mit abgedeckt, „Kritikalität" über Datenkategorien + Use-Case-Beschreibung). Die Liste hilft Ihnen, die Diskussion intern vorzubereiten.

Use Case (Pflichtangaben im Formular)

Vorbereitend zu klären (nicht als Einzelfeld, aber in der Auswertung relevant): Fachbereich & Nutzergruppen, geplante menschliche Prüfung vor externer Nutzung, Kritikalität der Anwendung.

Datenprofil (Pflichtangaben im Formular)

Rollen (Pflichtangaben im Formular)

Vorbereitend zu klären: IT-Verantwortliche/r, Fachbereichsverantwortliche/r, Stellvertretungen. Diese werden im Rollen-Abschnitt im erzeugten Decision Record dokumentiert, sind aber keine Pflicht-Eingabefelder.

Anbieter / Hosting

Compliance

6. Wer intern beteiligt sein sollte

RolleBeitrag zur EingabeTypische Verantwortung
GeschäftsführungZielsetzung, Risikoappetit, Budgetrahmenfinale Freigabe
IT-LeitungTechnik, Betrieb, Hosting-Optionen, Security-Baselinetechnischer Betrieb & Sicherheit
FachbereichUse Case, Nutzen, Nutzergruppen, Kundenwirkungfachlicher Verantwortlicher der Anwendung
Datenschutzbeauftragte/rPersonenbezug, DSFA, VVT, RechtsgrundlageDatenschutz-Bewertung
Security / InformationssicherheitVerschlüsselung, Zugriffe, Logging, IncidentSecurity-Freigabe
Einkauf / LegalAVV, SLA, Subprozessoren, VertragVertragsprüfung
ControllingKostenannahmen, BudgettreueWirtschaftlichkeit
Externer Berater (falls vorhanden)Recht, Datenschutz, Security, AI Actfachliche Absicherung

In kleinen Unternehmen können mehrere Rollen von einer Person wahrgenommen werden. Entscheidend ist nicht die Stellenbezeichnung, sondern dass jede Verantwortung eindeutig einer Person zugeordnet ist.

7. Welche Daten Sie nicht eingeben sollten

Der Navigator benötigt in der Regel Beschreibungen von Datenarten, nicht konkrete Rohdaten.

Nicht eingeben:

Geben Sie nur Informationen ein, die für die Bewertung erforderlich sind. Für die meisten Prüfpunkte genügt eine Beschreibung der Datenart, nicht der konkrete Datensatz.

Der Guide übermittelt Ihre Eingaben nicht an externe Dienste; es kommt kein externes KI-Sprachmodell zum Einsatz. Die Auswertung erfolgt auf der Infrastruktur des Betreibers (bei Eigenbetrieb auf Ihrer eigenen). Ihre Eingaben werden dabei transient verarbeitet und nicht gespeichert; bei gehosteter Nutzung ist der Betreiber Auftragsverarbeiter Ihrer Eingaben (ein AVV ist verfügbar).

8. Ablauf des Navigators

SchrittZweckErgebnis
1 · VorbereitungUnterlagen, Rollen und Datenprofil bereitlegeneingabebereit
2 · Use Case & DatenprofilAnwendung, Daten, Residenz und Verantwortliche erfassendokumentierter Use Case
3 · Machbarkeitsieben Grundvoraussetzungen prüfenGo / zurückgestellt
4 · Datenschutz / DSGVOPersonenbezug, DSFA-Relevanz, Art. 9 strukturierenDatenschutz-Prüfpunkte
5 · EU AI ActRolle und Risikoklasse vorläufig einordnenAI-Act-Voreinstufung
6 · Verantwortung & Betriebsroutinenvier Routinen und Verantwortlichen bewertenReifegrad & Auflagen
7 · Hosting-AuswahlOptionen in acht Kriterien gewichtet bewertenRanking & Empfehlung
8 · Anbieter- & Security-Prüfungbei Cloud/AIaaS Anbieter und Baseline prüfenAnbieter-Checkliste
9 · Decision RecordErgebnis, Auflagen und 90-Tage-Plan erzeugenEntscheidungsvorlage
10 · Routinen & KPIs im Betrieblaufende Nachweise und Kennzahlen pflegenauditfähiger Betrieb
Strikte Reihenfolge (Reihenfolge zählt): Machbarkeit (Schritt 1) → Verantwortung (Schritt 2) → Hosting-Auswahl (Schritt 3) werden nacheinander geprüft. Fällt Schritt 1 durch, entfallen Schritt 2 und Schritt 3; fällt Schritt 2 durch, entfällt Schritt 3. Bei einem Fail wird keine Empfehlung ausgesprochen — zuerst die offenen Punkte klären und erneut auswerten.
Sektor-Plausibilität: Wirkt der gewählte Sektor unpassend zum Use Case (z. B. „Energie" bei einem Speditions-Use-Case), zeigt der Navigator eine Plausibilitätswarnung, markiert die Regulatorik als „vorbehaltlich Sektorvalidierung" und setzt die Machbarkeit (Schritt 1) auf „bedingt erfüllt — Sektor/Regulatorik prüfen". Der Sektor wird nicht automatisch korrigiert.

Schritt 1 — Vorbereitung: Stellen Sie Unterlagen und Ansprechpartner zusammen (siehe Abschnitt 5). Je vollständiger, desto belastbarer das Ergebnis.
Schritt 2 — Use Case & Datenprofil: Sie beschreiben die Anwendung, die Datenarten, die gewünschte Datenresidenz und die Verantwortlichen. Diese Angaben sind Pflichtfelder für die Freigabe.
Schritt 3 — Machbarkeit: Sieben Grundvoraussetzungen (Daten, Verantwortlicher, Prozesse, Regulatorik, Sektor, Vertrauen, Kapazität). Ist eine nicht erfüllt, wird die Entscheidung zurückgestellt.
Schritt 4 — Datenschutz: Der Navigator strukturiert die Datenschutz-Fragen; er trifft keine abschließende Rechtsbewertung.
Schritt 5 — EU AI Act: Vorläufige Einordnung von Rolle und Risikoklasse. Bei High-Risk-Verdacht erfolgt ein Warnhinweis.
Schritt 6 — Verantwortung: Vier Betriebsroutinen werden auf Reifegrad bewertet; ein „Nein" hält die Entscheidung an.
Schritt 7 — Hosting-Auswahl: Acht Kriterien werden je Option mit 1–5 bewertet und gewichtet. Es gibt drei Bewertungs-Modi (umschaltbar):

In allen drei Modi rechnet das Verfahren vollständig mit allen acht Kriterien; eine eigene Gewichtung wird nur im Experte-Modus übernommen.
Schritt 8 — Anbieter & Security: Bei Public Cloud und AIaaS werden Anbieterangaben und Security-Baseline geprüft.
Schritt 9 — Decision Record: Das Tool erzeugt die Entscheidungsvorlage mit Status, Auflagen und 90-Tage-Plan.
Schritt 10 — Betrieb: Nach Go-live pflegen Sie Routinen-Logbuch und KPI-Werte weiter.

8a. Zwei Rollen, ein Dokument: Übersicht und Vollprüfung

Das Formular kennt oben einen Umschalter „Wer füllt aus?" mit zwei Sichten auf dasselbe Dokument — kein zweites Formular, keine zwei Wahrheiten.

SichtFür wenWas ausgefüllt wirdErgebnis
ÜbersichtGeschäftsführungRahmen, Anwendungsfall, grobes Datenprofil (die Compliance-Tore), Datenresidenz, Hosting-Richtung, geschäftliche Bewertung. Das technische Detail (Governance-Checks ②, Security-Kontrollpunkte, Anbieter-Detail) ist ausgeblendet und wird an IT/DSB delegiert.Sie bekommen bereits ein Ergebnis: eine begründete Richtungs-Empfehlung mit Management-Summary und Options-Ranking — aber bewusst nur als „Vorläufig — Fachprüfung ausstehend", nie automatisch „freigabefähig".
VollprüfungIT / DSB / CSOZusätzlich alle Fach-Blöcke: Governance-Checks, die 18 Security-Kontrollpunkte (Bewertung + Nachweis + Ablageort), Anbieterprüfung.Erst hiermit kann der Record freigabefähig werden.

Bekommt die Geschäftsführung schon ein Ergebnis? Ja. Nach dem Ausfüllen der Übersicht erzeugt der Navigator sofort einen Decision Record mit Empfehlung, Begründung und Management-Summary — die Geschäftsführung kann damit direkt ins Gespräch (Beirat, IT, Anbieter). Der Report ist dabei durchgängig als „Übersicht — Fachprüfung ausstehend" gekennzeichnet (Badge, Banner, Dashboard) und der Status bleibt auf „Vorläufig" — bis IT/DSB die Vollprüfung ergänzen und beide Unterschriften vorliegen. Die noch ausgeblendeten Governance-Checks blockieren die vorläufige Empfehlung nicht; sie werden nur nicht als geprüft ausgewiesen.

Warum das so ist: So klickt die Geschäftsführung keine Sicherheits-/Datenschutzaussage weg, für die sie fachlich nicht einsteht — die haftungsrelevanten Groben Tore (Personenbezug, Art. 9, AVV, Datenresidenz, Training-Ausschluss, Security-Gesamt) bleiben aber auch in der Übersicht sichtbar.

Übergabe (ein Rechner nach dem anderen): Übersicht ausfüllen → als Datei speichern → Datei an IT/DSB geben → dort öffnen, oben auf „Vollprüfung" stellen und die Fach-Blöcke mit Nachweis ausfüllen → erneut auswerten. Der gewählte Modus wird mit dem Record gespeichert.

Zwei Unterschriften: Im Freigabe-Abschnitt zeichnet die Geschäftsführung die Entscheidung (Hosting-Wahl), IT/DSB/CSO die Nachweise & Auflagen. Die Produktivnahme wird erst „freigegeben", wenn beide Unterschriften vorliegen (und alle Auflagen erfüllt sind).

Freigabe erlischt bei nachträglicher Änderung: Die IT/DSB/CSO-Unterschrift wird an den geprüften Stand gebunden. Wird danach etwas Freigabe-Relevantes geändert (eine Auflage wieder geöffnet, eine Kennzahl kippt, Verantwortliche geändert), erlischt die Fach-Unterschrift automatisch — der Report zeigt „⚠ Freigabe erloschen" und fällt aus der grünen Freigabe. So kann keine Freigabe auf einem veränderten Stand bestehen bleiben. Deshalb: zuletzt unterschreiben, wenn alles steht.

9. Statuslogik des Decision Records

StatusWann angezeigtBedeutung für den Kunden
EntwurfUse Case / Datenprofil leer oder PlatzhalterPflichtangaben fehlen; der Report kann zur Vorbereitung exportiert werden, ist aber nicht freigabefähig.
Vorläufige EmpfehlungRanking liegt vor, aber Pflichtangaben unvollständigEin Hosting-Ranking liegt vor, aber zentrale Angaben zu Use Case, Datenprofil, Anbieterprüfung oder Compliance sind noch unvollständig.
Entscheidungsreif mit Go-live-Auflagen (bernstein)Mindestangaben vorhanden, keine harten StopperDie Empfehlung ist entscheidungsreif; offene Punkte sind als Go-live-Auflagen dokumentiert. Die Produktivnahme ist erst nach Nachweis dieser Auflagen zulässig.
Produktivnahme freigegeben (grün)alle Go-live-Auflagen erfüllt + Sign-offAlle Go-live-Auflagen sind nachgewiesen und die verantwortlichen Personen haben freigegeben.
Nicht freigabefähigharte Stopper aktivHarte Stopper verhindern die Produktivnahme, z. B. fehlender AVV bei personenbezogenen Daten, nicht erfüllbare DE-/EU-Datenresidenz, kritischer Security-Kontrollpunkt „nicht erfüllt" oder ungeklärter High-Risk-Verdacht.
ZurückgestelltSchritt 1 (Machbarkeit) oder Schritt 2 (Verantwortung) nicht erfülltGrundvoraussetzungen offen — es wird keine Empfehlung ausgesprochen; zuerst die offenen Punkte klären und erneut auswerten.
Wichtig: „entscheidungsreif" ≠ „produktivnahmefähig". Eine Empfehlung kann entscheidungsreif sein und trotzdem offene Go-live-Auflagen haben — die Produktivnahme ist erst zulässig, wenn diese nachgewiesen sind. Status-Farbe: „entscheidungsreif" ist bernstein, grün erst bei „Produktivnahme freigegeben".
Strikte Reihenfolge: Die drei Stufen werden nacheinander geprüft. Fällt Schritt 1 (Machbarkeit) durch, werden Schritt 2 und Schritt 3 gar nicht mehr bewertet; fällt Schritt 2 (Verantwortung) durch, entfällt Schritt 3. Bei einem Fail gibt es keine Empfehlung — zuerst sind die Pflicht-Punkte zu klären.

10. Pflichtfelder, Stopper und Go-live-Auflagen

BegriffBedeutungBeispiel
PflichtfeldInformation, die benötigt wird, damit die Auswertung belastbar ist.„Verarbeitete Datenarten müssen beschrieben werden."
Go-live-AuflageAufgabe, die vor der Produktivnahme erledigt und nachgewiesen werden muss (die Empfehlung kann bereits entscheidungsreif sein).„Unterzeichneten AVV nachvollziehbar ablegen."
StopperKritischer Punkt, der die Freigabefähigkeit verhindert, bis er geklärt ist.„Kein AVV bei personenbezogenen Daten" · „kritischer Security-Kontrollpunkt nicht erfüllt" · „DE-only gefordert, aber keine DE-/EU-Region nachweisbar" · „ungeklärter High-Risk-Verdacht".

Im Formular sind Pflichtfelder mit * markiert. Fehlt eine Angabe oder steht dort ein Platzhalter, wird der Report nur als „Vorläufige Empfehlung" ausgewiesen.

10a. Nachweis-Muster: ausfüllbare Vorlagen je Auflage

Zu vielen Go-live-Auflagen wird ein Nachweis/Dokument verlangt (z. B. Sign-off, AVV-Prüfung, DSFA-Schwellwert, Risiko-Check). Der Decision Record stellt dafür ausfüllbare Muster bereit — Sie müssen nicht bei null anfangen. Besonders für weniger erfahrene Anwender ist das die Brücke von „was ist zu tun" zu „wie sieht der Nachweis aus".

⚠ Die Muster sind Orientierung, keine Rechtsberatung. Rechtsdokumente (insbesondere der AVV) sind bewusst nur als Prüf-Checkliste hinterlegt — den eigentlichen Vertrag finalisieren Sie mit Datenschutzbeauftragtem/Anwalt.

11. DSGVO- und Datenschutzprüfung

Der Datenschutz-Abschnitt fragt nicht nach einer abschließenden Rechtsbewertung, sondern strukturiert die benötigten Informationen: personenbezogene Daten, Datenarten, Zweck, Rechtsgrundlage, AVV, Unterauftragsverarbeiter, Drittlandtransfers, Prompt-/Output-Speicherung, Löschfristen, TOMs, DSFA, VVT und Betroffeneninformation.

Wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, sollten Datenschutzbeauftragte oder Legal eingebunden werden, bevor die KI produktiv genutzt wird. Besondere Kategorien (Art. 9) ohne eingebundene/n Datenschutzbeauftragte/n stellen die Entscheidung zurück.
DSGVO Art. 22 — automatisierte Einzelentscheidung: Trifft die KI Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung für Personen automatisch (z. B. automatische Kreditzu-/absage, Bewerber-Aussortierung), ohne dass ein Mensch die Letztentscheidung trifft, stellt der Navigator die Entscheidung zurück — bis menschliches Eingreifen, Widerspruchs- und Begründungsrecht sichergestellt sind. Das ist eine eigene rote Linie und kann auch bei „begrenztem" AI-Act-Risiko greifen. Die Frage steht in der Übersicht (Geschäftsführungs-Sicht) und ist auch für die Geschäftsführung beantwortbar.
Auflagen werden aus Ihren Angaben abgeleitet: Geben Sie z. B. einen AVV als „abgeschlossen" an, entsteht die Auflage „Unterzeichneten AVV nachvollziehbar ablegen" (Status Nachweis ablegen, nicht offen); ist die DE-/EU-Region vertraglich zugesichert, lautet die Auflage „Nachweis zur DE-/EU-Datenresidenz ablegen". Harte Stopper: kein AVV bei personenbezogenen Daten, geforderte DE-/EU-Residenz vertraglich nicht zugesichert, oder Training mit Ihren/Kundendaten nicht ausgeschlossen → nicht freigabefähig.

12. EU-AI-Act-Einstufung

Der AI-Act-Abschnitt erfasst die Risikoklasse (verboten / hoch / begrenzt / minimal / unsicher) als vorläufige Einordnung. Weitere Aspekte — Rolle des Unternehmens (Anbieter / Betreiber), GPAI- oder Fremdmodell, automatische Entscheidung mit erheblicher Personen-/Kundenwirkung, Transparenz- und Schulungspflichten — sind bei der Einstufung mitzudenken und gesondert fachlich zu prüfen; der Navigator fragt sie nicht einzeln ab.

Die AI-Act-Einstufung im Navigator ist eine strukturierte Vorprüfung. Sie ersetzt keine abschließende rechtliche Bewertung. Bei High-Risk-Verdacht oder unklarer Rolle sollte vor Produktivnahme eine fachliche oder rechtliche Prüfung erfolgen.

13. Anbieter- und Security-Prüfung

Bei Public Cloud und AIaaS verlassen Daten Ihr Haus — deshalb prüft der Navigator eine Security-Baseline aus 18 Kontrollpunkten: MFA, Rollen-/Rechtekonzept, sichere Admin-/Fernzugänge (schlüsselbasiert, kein Passwort-Login), API-Key-Speicherung, API-Key-Rotation, Verschlüsselung in Transit (TLS), Verschlüsselung at Rest, Logging/Audit-Logs, Monitoring, Patch-/Update-Management (OS & Abhängigkeiten), Incident-Meldeweg, SLA, Backup/Fallback, Supportzugriffe (EU/EWR), Training-Ausschluss mit Kundendaten, Prompt-/Output-Speicherung, Lösch-/Exportmöglichkeit und Mandantentrennung.

Je Kontrollpunkt erfassen Sie im Formular drei Angaben: Bewertung (erfüllt / mit Auflage / offen / nicht erfüllt / n. a.), Nachweisstatus (offen / abgelegt / geprüft) und einen Ablageort (Freitext mit Vorschlägen, z. B. „Wiki/Security-Baseline") — damit steht im Decision Record auch, wo der jeweilige Nachweis liegt. Ein kritischer Kontrollpunkt „nicht erfüllt" macht die Entscheidung nicht freigabefähig.

Jeder Punkt erhält zwei Bewertungen: (a) inhaltliche Bewertung (erfüllt / mit Auflage / offen / nicht erfüllt / nicht anwendbar) und (b) Nachweisstatus (offen / abgelegt / geprüft / nicht erforderlich). Die Eingabe erfolgt im Formular; der Report zeigt sie read-only.

Acht Punkte sind kritisch (★): MFA, Rollen-/Rechtekonzept, Key-Speicherung, TLS, at Rest, Logging, Training-Ausschluss, Mandantentrennung.

Harter Stopper: Ist ein kritischer Kontrollpunkt „nicht erfüllt", wird der Decision Record nicht freigabefähig.
Security-Gesamtstatus wird abgeleitet (nicht statisch gesetzt): nicht freigabefähig (kritisch nicht erfüllt) · Go-live-Auflage offen (kritischer Punkt/Nachweis noch nicht geprüft) · teilweise geprüft (nur nichtkritische Nachweise offen) · geprüft (alle kritischen erfüllt UND alle Nachweise geprüft). Solange Nachweise offen sind, entsteht die Go-live-Auflage „Security-Baseline-Nachweise ablegen und prüfen". Zusätzlich: DE-/EU-Region, AVV und Training-Ausschluss sind vor Go-live nachzuweisen; die Control-/Evidence-Matrix (Anhang A3a) ordnet jeder Auflage die einschlägigen Artikel (AI Act / DSGVO / NIS2 / ISO) + eine Evidenz-ID zu, das Datensouveränitäts-Nachweisblatt (A3c) belegt Region und Datenabfluss.

14. Betriebsroutinen — wiederkehrende Nachweise

Betriebsroutinen sind wiederkehrende Governance-Nachweise. Sie dokumentieren, dass die KI-Anwendung nicht nur vor Go-live geprüft wurde, sondern auch im Betrieb kontrolliert bleibt. Sie werden also nicht nur einmal ausgefüllt.

RoutineWann wiederholen?Typischer Nachweis
1 · Risiko-Check vor Produktivnahmevor Go-live, bei Major Update, Anbieter-/Modellwechsel, neuer Datenkategorie, neuer KundenwirkungRisk-Report
2 · Fairness & Nachvollziehbarkeitquartalsweise, nach Beschwerden, nach Vorfällen, nach größeren ÄnderungenFairness-/Monitoring-Report
3 · Änderungen an Daten & Modell (Change Control)bei Prompt-/System-Prompt-Änderung, RAG-Dokumentenänderung, Modellversionswechsel, Anbieterupdate, neuer DatenquelleChange-Log mit Freigabe
4 · Incident & Rollbackbei jedem Vorfall, SLA-Verletzung, Datenleckverdacht, Prompt-Injection, Kundenbeschwerde, AusfallIncident-Report + Rollback-Nachweis

Jede Durchführung sollte mit Datum, Anlass, Systemversion, Ergebnis, verantwortlicher Person, Nachweis und Sign-off dokumentiert werden.

Routine-Logbuch

Das Routine-Logbuch dokumentiert jede Durchführung einer Betriebsroutine. Pro Eintrag sollten enthalten sein: Datum · Anlass · KI-System / Version · durchgeführt durch · geprüft durch · Ergebnis · offene Punkte · Maßnahmen · Nachweis / Ablageort · Sign-off · nächste Fälligkeit.

Der Management-Teil des Decision Records zeigt nur den aktuellen Status der Routinen. Die vollständigen datierten Durchführungseinträge befinden sich im Audit-Anhang.

15. KPIs — laufende Überwachung nach Produktivnahme

KPIs beantworten die Frage, ob die KI im laufenden Betrieb zuverlässig, sicher, wirtschaftlich und kontrolliert bleibt. Sie laufen in drei Phasen:

  1. Vor Go-live — KPI-Setup: Kennzahlen und Zielwerte festlegen.
  2. Erste 30–60 Tage — Baseline: Ausgangswerte messen.
  3. Regelbetrieb — Ampelbewertung: laufend 🟢/🟡/🔴.

Typische Kennzahlen: Verfügbarkeit · Pflicht-Nachweise / Audit-Bereitschaft · ernste KI-Vorfälle · Budgettreue · Verantwortlichkeits-Abdeckung · Kunden-/Fachbereichsnutzen · Schulungsquote / KI-Kompetenz · Time-to-Value.

Gelbe oder rote KPI-Werte lösen Maßnahmen aus und können den Status der KI-Anwendung beeinflussen.

16. Routine vs. KPI & Evidence-Matrix

BereichFrageZeitpunktErgebnis
BetriebsroutineHaben wir den Prozess eingerichtet und durchgeführt?vor Go-live, bei Änderungen, bei Reviews, bei VorfällenReifegrad, Logbuch, Nachweis, Go-live-Auflage
KPIFunktioniert die KI im Betrieb tatsächlich?nach Go-live laufendgrün / gelb / rot, Maßnahme, Review

Routinen prüfen die organisatorische Fähigkeit und Nachweisführung. KPIs messen die tatsächliche Betriebsleistung.

Evidence-Matrix und Nachweisführung

Die Evidence-Matrix zeigt, welche Aussage im Decision Record auf welchem Nachweis beruht.

AussageNachweis
DE-only erfülltAnbieterbestätigung / Vertrag
AVV abgeschlossenunterschriebener AVV
Risiko-Check durchgeführtRisk-Report
Incident-Prozess vorhandenIncident-Plan
Security-Baseline geprüft18-Punkte-Baseline mit Bewertung + Nachweisstatus je Punkt
AI-Act-Einstufung dokumentiertAI-Act-Check
DSFA geprüftDSFA-Entscheid

Ohne Nachweis sollte ein Punkt nicht als erfüllt markiert werden.

Im Decision Record ist die Evidence-Führung zweistufig ausgebaut: Die Control-/Evidence-Matrix (Anhang A3a) ordnet jeder Go-live-Auflage die einschlägigen Artikel (EU AI Act / DSGVO / NIS2 / ISO) und eine Evidenz-ID zu; das Datensouveränitäts-Nachweisblatt (A3c) belegt Datenstandort, Anbieter-/Sub-Prozessor-Sitz, Drittland-Ausschluss und AVV. Die Security-Baseline wird je Kontrollpunkt zweistufig geführt (Bewertung + Nachweisstatus).

16a. Bericht bedienen — Speichern, Auto-Speichern, Dashboard, Logbuch

Der Decision Record ist ein lebendes, ausfüllbares Dokument. Diese Bedien-Funktionen finden Sie im ⚙-Menü unten links und direkt im Bericht:

Automatisch im Browser gesichert

Alles, was Sie eintippen oder abhaken, wird sofort automatisch in Ihrem Browser gespeichert (localStorage) — Sie müssen nichts drücken, und am selben Rechner/Browser geht nichts verloren — aber nicht bei einem Rechner-/Browserwechsel oder wenn die Browserdaten gelöscht werden; dafür bitte zusätzlich als Datei speichern. Unten mittig zeigt eine grüne Pille „💾 Im Browser gesichert · nur dieser Rechner · Uhrzeit" den letzten Browser-Speicherzeitpunkt; nach dem Speichern als Datei wechselt sie auf „✓ Als Datei gesichert · Uhrzeit". Das Speichern läuft rund 1 Sekunde nach Ihrer letzten Eingabe.

Als Datei speichern (💾) — eine feste Datei

Es gibt nur eine Datei (Decision-Record_<Firma>.json, bei aktiver Verschlüsselung .enc.json) — egal, von wo Sie speichern. Der erste Speichervorgang fragt einen Speicherort ab und verknüpft diese Datei; jeder weitere überschreibt dieselbe Datei, keine neuen Versionsdateien.

Wichtig — nur Chrome/Edge überschreiben dieselbe Datei. Das Überschreiben einer festen Datei braucht eine Browser-Funktion, die Safari und Firefox nicht haben. Dort ist jede Speicherung ein neuer Download (auch bei Verschlüsselung). Für eine Datei ohne neue Versionen nutzen Sie Chrome oder Edge. Der Navigator sagt beim Speichern Bescheid, wenn Ihr Browser das nicht kann.

Keine unnötigen Dateien: Hat sich seit dem letzten Speichern nichts geändert, meldet der Navigator „keine Änderung" und erstellt keine neue Datei. Was sich geändert hat, steht im Änderungs-Protokoll (📜, siehe §16b).

Unabhängig davon läuft immer der automatische Browser-Zwischenspeicher (localStorage) — er sichert Ihre Eingaben laufend, damit nichts verloren geht.

Auto-Speichern in eine Datei (🔗)

Mit dem 🔗-Knopf verknüpfen Sie den Bericht dauerhaft mit einer Datei — dann wird jede Änderung automatisch in dieselbe Datei geschrieben (grüne Pille „✓ Auto-Speichern → Datei aktiv"). Hinweis: Das file-basierte Auto-Speichern funktioniert nur in Chrome/Edge; in Safari/Firefox bleibt der Browser-Auto-Speicher aktiv (nutzen Sie dort den 💾-Knopf zum Ablegen).

Bestehenden Stand laden

Über die Startseite → „Decision Record laden & fortsetzen" wählen Sie eine gespeicherte Datei; der komplette Stand (Eingaben, Häkchen, Logbuch, KPI-Historie) wird wiederhergestellt.

Status-Dashboard ein-/ausblenden

Das schwebende Status-Dashboard (unten rechts, nur Desktop) zeigt live Auflagen-, Routinen- und KPI-Fortschritt. Mit dem × blenden Sie es aus; eine kleine Pille „📊 Status" holt es zurück. Ihre Wahl wird gemerkt (Standard: eingeblendet).

Logbuch der Betriebsroutinen (Abschnitt ⑤)

16b. Zugänge & Verschlüsselung (PIN, Notfall-Code, Mitglieder)

Sie können den Decision Record verschlüsselt als Datei ablegen — mit PIN, einem Notfall-Code als Notausgang und optional weiteren Mitgliedern. Alles läuft lokal im Browser (kein Server, keine Cloud); geöffnet wird der Dialog über das 🔒-Symbol im ⚙-Menü unten linksbereits auf der Eingabeseite (dann greift die Verschlüsselung ab dem ersten Speichern) oder später im Bericht. PINs: mindestens 6 Zeichen, mit Wiederholung zur Bestätigung. Ein PIN darf Zahlen und Buchstaben enthalten — reine Ziffern-PINs sind nicht mehr zulässig, weil sie sich zu leicht durchprobieren lassen. Jede Person sollte einen eigenen Namen und eigenen PIN wählen — der Navigator warnt, wenn ein PIN oder ein Name bereits verwendet wird (sonst ist im Protokoll nicht unterscheidbar, wer gespeichert hat). Das 🔒-Symbol ist grün, wenn die Verschlüsselung aktiv ist, sonst rot. Beim Laden erkennt der Navigator automatisch, ob eine Datei verschlüsselt ist — nur dann fragt er PIN/Notfall-Code ab; unverschlüsselte Dateien öffnen ohne Abfrage.

Verschlüsselung aktivieren

  1. ⚙ → 🔒 → „Verschlüsselung aktivieren": einen Hauptzugang-PIN vergeben (Sie selbst) — mindestens 6 Zeichen, mit Wiederholung zur Bestätigung.
  2. Es wird einmalig ein Notfall-Code angezeigt. Notieren Sie ihn sicher (Passwort-Safe/ausgedruckt) und bestätigen Sie. Er wird nur einmal gezeigt und ist nicht wiederherstellbar.
  3. Ab jetzt wird die Datei beim Speichern verschlüsselt (siehe unten).

Wie verschlüsseltes Speichern funktioniert

Beim „Speichern" (💾) bzw. Auto-Speichern wird der komplette Stand mit AES-GCM (256-Bit) verschlüsselt. Technisch: ein zufälliger Datei-Schlüssel verschlüsselt die Daten; dieser Schlüssel wird für jede Tür (Hauptzugang-PIN, Notfall-Code, jedes Mitglied) einzeln „eingewickelt" (PBKDF2). Die Datei erhält die Endung .enc.json und enthält keine lesbaren Klartextdaten. Manipulation an der Datei wird beim Öffnen erkannt (die Entschlüsselung schlägt dann fehl).

Verschlüsselte Datei wieder öffnen

Startseite → „Decision Record laden" bzw. im Bericht laden → die verschlüsselte Datei wählen → PIN oder Notfall-Code eingeben. Die Entschlüsselung passiert im Browser; erst danach wird der Stand angezeigt.

Mitglieder verwalten (mehrere Personen)

Die Zugangsverwaltung ist dem Hauptzugang vorbehalten. Mitglieder hinzufügen oder entfernen, PINs zurücksetzen und den Notfall-Code neu erzeugen kann nur, wer die Datei mit dem Hauptzugang-PIN geöffnet hat (im Notfall auch mit dem Notfall-Code — dem Notfall-Hauptschlüssel). Wer mit einem Mitglieds-PIN öffnet, sieht die Zugangsliste, kann aber nichts ändern — so kann im Normalbetrieb kein Mitglied ein anderes aussperren.
Ehrliche Grenze: Diese Rollen-Trennung ist eine organisatorische Absicherung in der Bedienoberfläche — die Verwaltungs-Knöpfe sind für Mitglieder ausgeblendet. Da die ganze Verarbeitung im Browser läuft, kann ein technisch versierter Mitglieds-Zugang die Oberfläche theoretisch umgehen (er hält nach dem Öffnen den Entschlüsselungs-Schlüssel). Eine technisch erzwungene Rollentrennung — die auch das ausschließt — bietet erst der geplante Server-Modus. Die Datei selbst bleibt in jedem Fall manipulations-erkennend (der Verlauf zeigt Änderungen).
PIN vergessen? Kein Problem, solange eine andere Tür existiert: Öffnen Sie die Datei mit dem Notfall-Code (oder als Hauptzugang) und setzen Sie den PIN neu. Nur wenn ALLE Zugänge (alle PINs UND der Notfall-Code) verloren sind, sind die Daten unwiederbringlich verschlüsselt — das ist der Preis echter Verschlüsselung, es gibt bewusst keine Hintertür.

Integritäts-Status — wurde die Datei verändert?

Bei jedem Speichern hängt der Navigator einen Eintrag an ein manipulationserkennendes Änderungs-Protokoll (Hash-Kette) an: wer, wann, was und ein Prüfwert (Hash) des Inhalts. Jeder Eintrag ist mit dem vorherigen verkettet. Das „was" wird automatisch zusammengefasst (z. B. „3 Felder/Häkchen geändert · 1 Logbuch-Eintrag ergänzt · 1 KPI-Messrunde erfasst"); beim Speichern können Sie diesen Text als optionale Freitext-Notiz ändern oder ergänzen. Beim Öffnen einer Datei wird der Status automatisch angezeigt:

🟢 Integrität bestätigtVerlauf lückenlos, Inhalt unverändert. Zeigt zuletzt „wer/wann".
🟠 Inhalt weicht abDie Datei wurde nach der letzten Speicherung verändert (z. B. die JSON direkt bearbeitet) — der Inhalt passt nicht mehr zum protokollierten Prüfwert.
🔴 Verlauf gebrochenEin früherer Protokoll-Eintrag wurde umgeschrieben/entfernt/umsortiert — die Hash-Kette ist zerrissen. Mögliche Manipulation.
kein Protokollältere oder ohne Protokoll gespeicherte Datei.

Bei 🟠/🔴 fragt der Navigator nach, ob Sie trotzdem laden wollen. So erkennen Sie, ob jemand — auch ein Hand-Editor der Datei — den Stand nachträglich verändert hat.

Verlauf ansehen: Im ⚙-Menü gibt es dafür einen eigenen 📜-Knopf (direkt, ohne Umweg über 🔒) — er zeigt die vollständige, chronologische Liste aller Speicherungen (wer · wann · was) samt aktuellem Integritäts-Status; alternativ auch im 🔒-Dialog unter „📜 Verlauf & Integrität".

Wer ist „wer"? Bei aktiver Verschlüsselung ist der protokollierte Name automatisch die Person, die sich mit ihrem PIN angemeldet bzw. die Verschlüsselung eingerichtet hat (bei der Aktivierung wird der Name einmal abgefragt; Mitglieder erscheinen unter ihrem hinterlegten Namen). Es wird also beim Speichern nicht jedes Mal neu nach dem Namen gefragt. Nur bei unverschlüsselten Dateien wird der Name einmalig erfragt.

Was der Status kann und was nicht: Er erkennt nachträgliche Manipulation der Datei/Historie zuverlässig. Ob ein Wissender (jemand mit gültigem PIN) einen regulär aussehenden neuen Stand gespeichert hat, zeigt zusätzlich die digitale Signatur (siehe unten). Echtes Verhindern (statt nur Erkennen) bräuchte einen Server.

Digitale Signatur — wer hat zuletzt gespeichert?

Jede/r Bearbeiter/in erhält beim ersten Speichern automatisch ein persönliches Schlüsselpaar (Ed25519), das nur lokal im eigenen Browser bleibt; der öffentliche Schlüssel wird in der Datei registriert. Jeder Speichervorgang wird damit signiert (über den Kopf der Hash-Kette → deckt Inhalt und Historie ab). Beim Öffnen prüft der Navigator die Signatur und zeigt:

🖊️ Signatur gültig„zuletzt signiert von <Name>" — der Stand stammt nachweislich vom Halter dieses Schlüssels.
🔴 Signatur ungültigDer Stand passt nicht zur Unterschrift → mögliche Manipulation.
⚠️ Schlüssel weicht abDer Schlüssel der Person unterscheidet sich vom registrierten (neues Gerät — oder jemand versucht, sich als diese Person auszugeben).
nicht signiert / kein registrierter Schlüsselältere Datei bzw. nicht überprüfbar.

So wird ein Wissender, der unter fremdem Namen speichert, erkennbar — er kann nicht mit dem Schlüssel einer anderen Person unterschreiben (Nicht-Abstreitbarkeit).

Signatur je Eintrag: Im Änderungs-Protokoll (📜 Verlauf, direkt über den Zahnrad-Knopf erreichbar) trägt jeder einzelne Speichervorgang seine eigene Signatur — Sie sehen pro Zeile, welcher Schlüssel diesen Stand unterschrieben hat (🖊️ + Name), nicht nur den zuletzt gespeicherten. Bei mehreren Bearbeitern (z. B. GF und IT/DSB) lässt sich so nachvollziehen, wer welchen Stand freigegeben hat. Ältere, vor der Signatur-Einführung gespeicherte Einträge zeigen „—".

Grenze ohne Server: Eine Signatur beweist „der Halter von Schlüssel X hat unterschrieben". Wer noch nie signiert hat, kann beim ersten Mal einen beliebigen Namen wählen (Vertrauen beim Erstkontakt); zentrale, erzwungene Personen-Identität bräuchte einen Server. Der private Schlüssel liegt lokal im Browser — auf einem neuen Gerät entsteht ein neuer Schlüssel (wird als „Schlüssel weicht ab" angezeigt).

Ehrlicher Hinweis: Die Verschlüsselung schützt die Datei (Vertraulichkeit + Manipulationserkennung). Sie ist clientseitig manipulations­erkennend, aber keine Absicherung gegen jemanden, der einen gültigen Zugang kennt. Echte, server-geprüfte Identität/Fälschungssicherheit wäre ein separater Ausbau.

17. Was nach der Auswertung zu tun ist

  1. Decision Record intern prüfen
  2. fehlende Pflichtangaben ergänzen
  3. Freigabebedingungen Verantwortlichen zuordnen
  4. AVV, DSFA, TOMs und Anbieterunterlagen prüfen
  5. Security-Baseline abschließen
  6. Risiko-Check vor Go-live durchführen
  7. KPI-Setup einrichten
  8. Betriebsroutinen in den Kalender / Governance-Prozess übernehmen
  9. Nachweise ablegen
  10. Decision Record versionieren
  11. Quartalsreview durchführen
Der Decision Record dokumentiert den Stand der Entscheidung zum Zeitpunkt der Auswertung. Nach Produktivnahme müssen Betriebsroutinen, KPI-Werte, Nachweise, Änderungen und Vorfälle regelmäßig ergänzt werden. Nur so bleibt die KI-Anwendung auditfähig und die ursprüngliche Hosting-Entscheidung nachvollziehbar.
🔒 Firma und Use-Case sind nach dem ersten Auswerten fixiert. Bei Zugängen mit Audit-Kontingent (Einzel-Audit oder Paket) zählt jede Kombination aus Unternehmensname + Use-Case als ein Fall. Sobald Sie einen Fall erstmals ausgewertet haben, lassen sich Unternehmensname und Use-Case nicht mehr ändern (die Felder sind beim Bearbeiten gesperrt) — die fachlichen Angaben dürfen Sie weiter anpassen und beliebig oft neu auswerten. Ein neuer Fall (andere Firma oder anderer Zweck) verbraucht einen weiteren Fall aus Ihrem Kontingent; ist es erschöpft, ist ein weiteres Audit nötig. Bitte daher Firma und Use-Case beim ersten Auswerten korrekt angeben.

18. Start-Checkliste „Bereit für die Eingabe?"

Antwortoptionen je Zeile: ja / nein / unklar.

Wenn mehrere Antworten „nein" oder „unklar" lauten, kann der Navigator trotzdem als Vorbereitung genutzt werden. Der Decision Record wird dann aber voraussichtlich nur als Entwurf oder vorläufige Empfehlung ausgegeben.

19. Glossar

20. Haftungsausschluss

Kompakt: Der ToJo Navigator strukturiert relevante Prüfpunkte und Freigabebedingungen. Er ersetzt keine Rechtsberatung, Datenschutzberatung, technische Sicherheitsprüfung oder Zertifizierung.
Ausführlich: Der ToJo Navigator ist eine Entscheidungs- und Dokumentationshilfe. Er stellt keine Rechtsberatung, Datenschutzberatung, technische Sicherheitsprüfung und keine Zertifizierung dar. Das Ergebnis beruht ausschließlich auf den Angaben der Nutzerinnen und Nutzer und ist intern zu validieren. Verträge, Auftragsverarbeitung (AVV), Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA), technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs), Anbieterangaben und Security-Nachweise sind gesondert und fachlich zu prüfen. Die abschließende Bewertung und die finale Freigabe verbleiben beim Unternehmen und seinen verantwortlichen Personen (Geschäftsführung, IT, Datenschutz, Security, ggf. externe Beratung).

Anhang A · Was jede Eingabe bewirkt — Feld für Feld

Diese Übersicht erklärt für jedes Eingabefeld, was im Hintergrund passiert — ob es die Auswertung steuert oder nur dokumentiert wird. Viele dieser Hinweise stehen auch direkt an den Feldern im Formular; hier sind sie zum Nachschlagen gesammelt.

A · Unternehmen & Anwendungsfall
FeldWas dahinter steckt
FirmennameNur Dokumentation — erscheint auf Deckblatt, Fußzeile und im Datei-Namen beim Speichern. Keine Wirkung auf das Ergebnis.
Branche / SektorSteuert die Startwerte in Schritt 3. Bei Healthcare, Finance und Energie werden die Vorschlags-Noten von Public Cloud und AIaaS bei Compliance/Risiko gesenkt (dort heikler). Erscheint außerdem im Regulatorik-Anhang.
Größe (Micro/Small/Medium/Large)Nur Dokumentation/Kontext. Es wird keine automatische Kostenschätzung berechnet; kein Einfluss auf das Ranking.
LandNur Dokumentation.
Anwendungsfall (Beschreibung)Nur Dokumentation — Freitext im Bericht.
Typ der KI-AnwendungNur Dokumentation.
DatenkategorienÜberwiegend Dokumentation. Mild wirksam: dient als Ersatz-Signal für „personenbezogen", falls das Feld unten leer bleibt; „Gesundheitsdaten" blendet im Anhang den Art.-9-Hinweis ein.
B · Daten & Compliance (alles Wirk-Felder)
FeldWas dahinter steckt
Personenbezogene Daten? = JaErzeugt zwei Freigabebedingungen: „Personenbezug dokumentieren" und „DSFA-Relevanz bewerten".
Besondere Kategorien (Art. 9)? = JaStärkster Hebel: zusammen mit „DSB nicht eingebunden" wird die ganze Entscheidung zurückgestellt — auch wenn alle Schritte bestanden sind.
Kundendaten? = JaErzeugt die Auflage „Vertraulichkeit & Geheimnisschutz prüfen".
Geschäftsgeheimnisse? = JaGleiche Vertraulichkeits-Auflage.
Datenschutzbeauftragte/r eingebunden?Sicherheits-Schalter zur Art.-9-Frage: nur in dieser Kombination wirksam. „Ja" lässt die Entscheidung weiterlaufen, „Nein"/leer hält sie an. Ohne Art.-9-Daten folgenlos.
IT-Verantwortliche/rWird gespeichert, bewirkt aktuell nichts — reines Dokumentationsfeld.
C · EU AI Act — Risikoklasse
AuswahlWas dahinter steckt
VerbotenSofortiger Stopp — es findet keine weitere Auswertung statt.
HochrisikoKein Stopp, aber ein prominentes Warnbanner „außerhalb des vorgesehenen KMU-Standardrahmens".
Begrenzt / MinimalNormaler Durchlauf, kein Sonderverhalten.
UnsicherVorläufige Empfehlung — die Risikoklasse ist vor Go-live fachlich/rechtlich final einzustufen (kein harter Stopp, aber keine saubere Freigabe).
D · Hosting-Optionen im Scope

Nur die angekreuzten Optionen werden in Schritt 3 bewertet. Was nicht angehakt ist, kommt nicht in den Vergleich.

E · Datenresidenz
AuswahlWas dahinter steckt
Zwingend DE / EU reichtSouveränitäts-Filter: Public Cloud und AIaaS werden in Schritt 3 wegen Datenabfluss markiert; zusätzlich entsteht die Auflage „DE-/EU-Datenresidenz nachweisen".
Keine BeschränkungKein Filter, keine Residenz-Auflage.
F · Schritt 1 — Machbarkeit (7 Fragen)

Jede Frage hat Erfüllt / Bedingt / Nicht erfüllt. Ein einziges „Nicht erfüllt" stellt die ganze Entscheidung zurück. „Bedingt" ist nur ein Hinweis und hält nicht an.

FeldPrüft …
T1 — DatenverfügbarkeitStehen nutzbare Daten bereit? (Ohne Daten kein KI-Betrieb.)
O1 — HauptzugangIst eine verantwortliche Person benannt oder benennbar?
O2 — ProzesseGibt es dokumentierte Prozesse, in die die KI andockt?
E1 — RegulatorikSind DSGVO, AI Act und NIS2 identifiziert?
E2 — SektorSektorrecht (BaFin, MDR, KRITIS …)? Hat zusätzlich „Nicht zutreffend".
P1 — VertrauenAkzeptanz bei Leitung und Fachbereich?
P2 — Change-KapazitätKann die Organisation den Roll-out stemmen?
G · Schritt 2 — Verantwortung (4 Routinen mit je 4 Fragen + Hauptzugang)

Jede Frage hat Ja / Teilweise / Nein. Ein einziges „Nein" stellt zurück und markiert die betroffene Routine. „Teilweise" ist nur ein Hinweis. Das Verantwortlichkeits-Feld bei Routine 1 leer zu lassen zählt wie „Nein" — ohne benannte Verantwortung keine Freigabe.

RoutineWorum es geht
SOP 1 — Risiko-CheckAuslöser, Bias-/Robustheitstests, Mitigation, Nachweis — plus verantwortliche Person.
SOP 2 — Fairness-/Transparenz-MonitoringLaufende Überwachung, feste Frequenz, Gruppenvergleich, Nachweis.
SOP 3 — Change ControlVersionierung/Rollback, Freigabe-Rolle, gestaffelter Rollout, Artefakt-Logs.
SOP 4 — Incident & RollbackIncident-Pfad, getesteter Rollback, Eskalation, Post-Incident-Review.
H · Schritt 3 — Auswahl
FeldWas dahinter steckt
Noten-Matrix (8 Kriterien × Optionen, 1–5)Kern der Berechnung: Note × Gewicht, aufsummiert — die höchste Summe gewinnt. Vorbelegt mit Branchen-Startwerten.
Gewichte (8 Felder, %)Wie wichtig jedes Kriterium ist. Vorbelegt mit der Standardgewichtung des Bewertungsmodells (Herleitung im Methodik-Anhang). Ändern Sie sie, weist der Bericht „eigene Gewichtung" aus. Werden auf 100 % normiert.
WirtschaftlichkeitFließt nur qualitativ in Schritt 3 ein. Es werden keine TCO-/Euro-Zahlen berechnet; die TCO-/Angebotsprüfung erfolgt separat. Kein Einfluss aufs Ranking über das qualitative Kriterium hinaus.
Diese Anleitung beschreibt Vorbereitung und Nutzung des ToJo Navigator. Sie dient der Orientierung und ersetzt keine fachliche Beratung. Maßgeblich für die Entscheidung ist die interne Prüfung durch die Verantwortlichen Ihres Unternehmens.