Demo-Bericht — fiktive Beispieldaten (Beispiel GmbH), nicht Ihre Firma. So sieht ein fertiger Decision Record aus — Sie können ihn frei durchblättern (alle Abschnitte ansehen). Eingaben sind in der Demo deaktiviert; zum interaktiven Testen erhalten Sie einen Demo-Zugang. Für ein echtes Audit zu Ihrem Fall: Zugang / Workshop anfragen.
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Status-Dashboard
Bearbeitungs-Sicht🟢 Vollprüfung
Freigabebedingungen
Auflagen-Status
🟡 Sign-off der/des Verantwortlichen einholen
🟡 Nachweis zur DE-/EU-Datenresidenz nachvollziehbar ablegen (EU)
🟡 Übermittlungsgrundlage für Drittländer festlegen und belegen (DSGVO Kapitel V)
🟡 Unterzeichneten AVV nachvollziehbar ablegen
🟡 Personenbezug & besondere Kategorien dokumentieren
🟡 DSFA-Relevanz bewerten
🟡 Informationspflichten und Betroffenenrechte anpassen (DSGVO Art. 13/14)
🟡 Risiko-Check vor Produktivnahme abschließen
Monitoring- & Incident-Prozess festlegen
NIS2-Betroffenheit feststellen und, falls zutreffend, Pflichten umsetzen
🟡 Vertraulichkeit & Geheimnisschutz prüfen
🟡 Security-Baseline-Nachweise ablegen und prüfen
Maßnahmen-Schritte
Routinen eingerichtet
KPI eingetragen
Accountable (Schritt 2)fehlt
Verantwortliche/r (Freigabe)fehlt
in Arbeit
Live-Status · zählt Ihre Häkchen/Einträge · wird nicht gedruckt
ToJo Navigator · KI GovernanceBeispiel GmbH · Manufacturing · DE · 29.08.2026
Empfehlung — KI-Hosting

Public Cloud

starker Vorsprung
Abstand 0,64 zu Private Cloud (4,44 vs. 3,79)knapp · solide · stark
Entscheidungsreif mit Go-live-Auflagen10 Nachweise vor Go-live — überwiegend Standard-Formalitäten

Warum Public Cloud liegt bei den schwerstwiegenden Kriterien vorn: Technische Passung (Gewicht 30,6 %, Bewertung 5 von 5) und Organisatorische Passung (Gewicht 21,4 %, Bewertung 5 von 5). Den Abstand zu Private Cloud macht vor allem Technische Passung aus (5 gegenüber 4).

ToJo Technologies
ToJo Navigator
Modul: KI Governance

Decision Record

Anwendungsfall: Hosting-Entscheidung
Vollbericht mit Audit- und UmsetzungsanhangManagement Decision Record · Kurzfassung
Beispiel GmbH · Manufacturing · Medium · DE
Use Case: GenAI-Assistent zur Angebotserstellung im Vertrieb.
Diese Kurzfassung richtet sich an Geschäftsführung und Entscheidungsgremium. Der vollständige Audit- und Umsetzungsanhang ist im Vollbericht enthalten.
Enthält Management-Entscheidung, Freigabebedingungen, Audit-Anhang, Routinen, Nachweise, Kennzahlen und Methodik.

Entscheidungsreif mit Go-live-Auflagen   Empfehlung: Public Cloud (mit Auflagen)

Empfehlung entscheidungsreif — Produktivnahme erst nach Nachweis der Go-live-Auflagen

Datum: 29.08.2026 · Version 1 · erstellt: KI-Beauftragte, S. Musterfrau · Vertraulich — nur zur internen Verwendung

Strukturierte Entscheidungs- und Dokumentationsgrundlage auf Basis eines dreistufigen Bewertungsverfahrens · Methodik & Nachweise im Anhang

Management-Summary

ToJo Navigator · Modul: KI Governance · Anwendungsfall: Hosting-Entscheidung

Executive Dashboard

Entscheidungsreif mit Go-live-Auflagen
Entscheidungsstatus
Entscheidungsreif mit Go-live-Auflagen
Empfehlung
Public Cloud (mit Auflagen)
Risikoklasse (EU AI Act)
Begrenztes Risiko
Go-live
nach Auflagen-Nachweis
Go-live-Nachweise
10 offen · keine Blocker
Verantwortlich
KI-Beauftragte, S. Musterfrau
Restaufwand (Orientierung)
überschaubar · 10 einmalige Nachweise
Belastbarkeit der Empfehlung
stark · Datenbasis vorläufig
Navigator-Version: 1.16.0Erstellt: 29.08.2026Freigegeben: ausstehend (siehe Auflagen)Entscheidungs-Review: jährlich · Monitoring: quartalsweiseGültig bis: bei Regulatorik-/Setup-ÄnderungDokumentstatus: Entscheidungsreif mit Go-live-Auflagen
Prozessüberblick
Unternehmen
ToJo Navigator
Modul: KI Governance
Schritt 1Rahmenbedingungen
Schritt 2Governance
Schritt 3Bewertung
Decision Record
Go-live
Betrieb
Review
Datensouveränität: EU-Region vor Go-live vertraglich absichern
Public Cloud bleibt die Empfehlung und ist mit Ihrer Vorgabe EU-Datenresidenz vereinbar: Die großen Anbieter (z. B. Microsoft Azure, AWS, Google Cloud) bieten EU- bzw. Deutschland-Regionen an. Voraussetzung: Der Anbieter garantiert die EU-Region und den AVV vertraglich — das ist eine Auflage vor Go-live, kein Ausschlusskriterium. Laut Ihrer Eingabe ist die EU-Region bereits vertraglich zugesichert; der Nachweis ist vor Go-live nachvollziehbar abzulegen. Die endgültige Freigabe erfordert eine bewusste Geschäftsleitungs-Entscheidung nach Risikoabwägung.

Ausgangslage: Medium-Unternehmen der Branche Manufacturing. Geplanter Anwendungsfall: „GenAI-Assistent zur Angebotserstellung im Vertrieb." (GenAI-Assistent). Verarbeitete Datenarten: Personenbezogene Daten (DSGVO), Geschäftsgeheimnisse, Kundendaten (laut Compliance-Angabe). Aus diesen Angaben leiten sich die Auflagen, die regulatorische Einordnung und — bei personenbezogenen Daten oder Geschäftsgeheimnissen — die sicherheitsbezogene Betrachtung dieses Falls ab. Ihr fallbezogenes Kernrisiko: ein fehlerhafter oder erfundener Vorschlag (z. B. falsche Angebots- oder Konditionsangaben) — deshalb ist die menschliche Kontrolle der KI-Ausgaben (Routine 1/2) hier besonders wichtig.

Empfehlung: Public Cloud — starke Empfehlung (Abstand 0,64 zu Private Cloud)
Status: Entscheidungsreif mit Go-live-Auflagenentscheidungsreif, aber noch NICHT produktiv freigegeben. Vor Go-live sind 10 Go-live-Auflage(n) nachzuweisen; 2 weitere(r) Punkt(e) sind terminiert (später fällig) (siehe „Freigabebedingungen"; insgesamt 12). Der Sign-off bestätigt die Entscheidung, nicht die technische Produktivfreigabe. Zur Einordnung: Offene Auflagen sind überwiegend einmalige Nachweise (z. B. AVV ablegen, Verantwortliche/n benennen, Region bestätigen) — ein normaler Teil jeder KI-Einführung und kein Mangel der Empfehlung selbst.

Warum: Nach der Branchen-Standardbewertung (im Workshop an Ihren Fall zu schärfen): Public Cloud liegt bei den Kriterien vorn, die am schwersten wiegen: Technische Passung (Gewicht 30,6 %, Bewertung 5 von 5), Organisatorische Passung (Gewicht 21,4 %, Bewertung 5 von 5), Wirtschaftlichkeit (Gewicht 16,8 %, Bewertung 4 von 5). Den Abstand zu Private Cloud macht vor allem Technische Passung aus (5 gegenüber 4). Für einen GenAI-Assistenten zählen schnelle Bereitstellung und die Anbindung an Ihre bestehenden Systeme meist mehr als eigene Hardware.

Belastbarkeit: Die Empfehlung ist belastbar; Public Cloud liegt mit klarem Vorsprung vor Private Cloud (Abstand 0,64). Vorbehalt: Für Ihre Branche (Manufacturing) liegt kein eigenes Startwert-Profil vor — die Bewertungswerte sind branchenneutral. Die Aussage zur Belastbarkeit gilt für diese allgemeinen Startwerte, nicht für ein auf Ihren Sektor kalibriertes Modell. Der Abstand ist die Differenz der gewichteten Gesamtpunkte (jede Option wird je Kriterium mit 1–5 bewertet und mit den Gewichten aufsummiert). Skala: über 0,5 = stark · 0,2–0,5 = solide · 0,05–0,2 = knapp · unter 0,05 = keine eindeutige Empfehlung. Grundlage der Einzelbewertungen: Die je Kriterium vergebenen 1–5-Werte beruhen — soweit nicht im Workshop an Ihre konkrete Situation angepasst — auf Branchen-Startwerten des Forschungsmodells (n=93, SMC-Dissertation Joswig 2026); sie sind vor einer endgültigen Entscheidung zu prüfen.

Wirtschaftlichkeit: qualitatives Entscheidungskriterium; konkrete TCO-/Angebotsprüfung separat zu validieren.

Vor Go-live zu erledigen — 5 von 12 Auflagen
  1. Sign-off der/des Verantwortlichen einholen (Geschäftsführung · vor Go-live)
  2. Nachweis zur DE-/EU-Datenresidenz nachvollziehbar ablegen (EU) (IT-Leitung · vor Go-live)
  3. Übermittlungsgrundlage für Drittländer festlegen und belegen (DSGVO Kapitel V) (DSB + Einkauf · vor Go-live)
  4. Unterzeichneten AVV nachvollziehbar ablegen (DSB / Einkauf · vor Go-live)
  5. Personenbezug & besondere Kategorien dokumentieren (DSB · vor Go-live)

Das sind die dringendsten. Die vollständige Liste aller 12 Freigabebedingungen mit Verantwortlichen und Fristen steht im Abschnitt „Freigabebedingungen".

Im Betrieb zu beobachten
  • Verfügbarkeit — läuft die KI zuverlässig?
  • Pflicht-Nachweise aktuell (Audit-Bereitschaft)
  • keine ernsten KI-Vorfälle

Die weiteren Abschnitte belegen die Empfehlung im Detail. Dieser Abschnitt dient als Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung.

Kostenstruktur der Optionen — qualitativ (keine Euro-Beträge)
Public Cloud (empfohlen): Überwiegend laufende Kosten (nutzungsabhängig), kein nennenswerter Einmal-Invest; wächst mit der Nutzung.
Private Cloud: Höhere laufende Kosten als Public Cloud (nur für Sie reservierte Umgebung), meist geringer Einmal-Invest; mehr Kontrolle kostet einen Aufschlag.
AIaaS: Rein laufende Kosten (pro Nutzung bzw. Abo), am schnellsten startklar, kein Invest; abhängig vom Preismodell des Anbieters.
Hybrid: Geteilt: Einmal-Invest für den eigenen Teil plus laufende Kosten für den Cloud-Teil — die Höhe hängt davon ab, wo Sie den Schnitt legen.
On-Prem: Hoher Einmal-Invest vorab (Hardware/GPU), danach niedrigere laufende Kosten; lohnt bei planbarer Dauerlast.
Nur zur Orientierung — keine Euro-Beträge. Cloud/AIaaS verlagern Kosten von der Investition in den laufenden Betrieb; ein eigener Server bindet Kapital vorab. Die konkreten Zahlen liefert die separate TCO-/Angebotsprüfung im Workshop.
Abkürzungen in diesem Dokument — kurz erklärt
Reifegrad — Entwicklungsstand einer Betriebsroutine: 0 = nicht vorhanden, 1 = definiert, 2 = eingerichtet, 3 = nachgewiesen.
Freigabebedingung (Go-live-Auflage) — Auflage, die vor der Produktivnahme zu erfüllen und zu belegen ist.
Stopper — Kritischer Punkt, der eine Freigabe hart blockiert (z. B. kein AVV bei personenbezogenen Daten).
Sign-off — Förmliche Freigabe-Unterschrift der verantwortlichen Person.
DSGVO — Datenschutz-Grundverordnung der EU — regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten.
DSB (Datenschutzbeauftragte/r) — Interne oder externe Person, die die Einhaltung des Datenschutzes überwacht.
AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) — Vertrag nach Art. 28 DSGVO, der regelt, wie ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet.
DSFA (Datenschutz-Folgenabschätzung) — Prüfung nach Art. 35 DSGVO, ob eine Verarbeitung ein hohes Risiko für Betroffene birgt und welche Maßnahmen das senken.
VVT (Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten) — Pflicht-Verzeichnis der Datenverarbeitungen nach Art. 30 DSGVO.
EU AI Act — EU-Verordnung zur Regulierung von KI; teilt Anwendungen in Risikoklassen (verboten, hoch, begrenzt, minimal) mit unterschiedlichen Pflichten ein.
High-Risk — Hochrisiko-KI im Sinne des AI Act (z. B. Personalauswahl, Kreditscoring) — strengere Pflichten.
AIaaS (AI as a Service) — Nutzung eines fertigen KI-Dienstes über eine Schnittstelle (API), ohne eigenes Modell zu betreiben.
NIS2 — EU-Richtlinie zur Cyber-Sicherheit für bestimmte Unternehmen und Sektoren.
Rahmenbedingungen · Machbarkeit
erfüllt
!
Governance · Verantwortung
bedingt erfüllt — Go-live-Auflagen offen
!
Entscheidungsbewertung · Auswahl
entscheidungsreif mit Go-live-Auflagen
So nutzen Sie dieses Dokument
AbschnittWas es istWas Sie damit tun
Teil 1 · Management Decision RecordEmpfehlung, Belastbarkeit, Auflagen, Wirtschaftlichkeit (qualitativ), 90-Tage-Plan, Freigabedient als Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung
Empfehlung & BegründungWelche Option gewinnt und warumals Begründung aufbewahren
Freigabebedingungen (Auflagen)Was vor der Freigabe zu erfüllen istden Verantwortlichen zuordnen, abarbeiten
Nächste 90 TageSchritte mit Terminenjeder Zeile eine/n Verantwortliche/n zuordnen
Teil 2 · Anhang (Audit & Umsetzung)Detailprüfung Schritt 1–2, Routinen, Kennzahlen, Methodik, Audit-Trail, Glossarfür IT, Datenschutz und Prüfer — Nachweise ausfüllen und ablegen

Worum es geht

KI-AnwendungGenAI-Assistent zur Angebotserstellung im Vertrieb.
TypGenAI-Assistent
Verarbeitete DatenPersonenbezogene Daten (DSGVO), Geschäftsgeheimnisse, Kundendaten (laut Compliance-Angabe)
Geprüfte OptionenPublic Cloud, Private Cloud, On-Prem, Hybrid, AIaaS
Wo dürfen die Daten liegen?EU/EWR

③ Empfehlung & Begründung

Die vollständige Detailprüfung von Schritt 1 (Machbarkeit) und Schritt 2 (Verantwortung & Nachweis) sowie die Routinen-Arbeitsvorlagen finden Sie im Anhang.

Empfehlung: Public Cloud — starke Empfehlung (Abstand 0,64 zu Private Cloud)

Vorläufige Empfehlung (Standard-Modus). Diese Bewertung beruht ausschließlich auf branchentypischen Standard-/Forschungswerten, nicht auf einer eigenen Bewertung der Hosting-Optionen durch Ihr Haus. Der Abstand zwischen den Optionen ist daher eine strukturelle Tendenz, kein fallspezifisch gemessener Wert — bitte im Workshop bestätigen oder im Modus „Einfach"/„Experte" eigene Einschätzungen ergänzen.
✓ Public Cloud4,44 ⚠ EU-Region erforderlich · laut Eingabe zugesichert · Nachweis offen
Private Cloud3,79
AIaaS3,79 ⚠ EU-Region erforderlich · laut Eingabe zugesichert · Nachweis offen
Hybrid3,58
On-Prem3,04

Warum Public Cloud?

Der Abstand ist robust gegen einzelne Bewertungs-Unsicherheiten.

Bewertung über 8 gewichtete Kriterien; Balkenlänge = gewichteter Gesamtwert (max ≈ 5,0). Verwendete Gewichtung: Standardgewichtung des Bewertungsmodells (Herleitung siehe Methodik-Anhang A2). ⚠ = EU-Region erforderlich (Status siehe Datensouveränität A3c). „Nachweis offen" bedeutet: noch zu erbringen (vor Go-live), kein bestätigter Mangel. Bei gleicher gerundeter Punktzahl entscheidet der ungerundete Wert über die Reihenfolge (die Rangfolge im Balkendiagramm ist maßgeblich).

Rechenweg & Bewertungsmatrix — so entsteht der Gesamtwert (5 Optionen × 8 Kriterien)
KriteriumGewichtPublic CloudPrivate CloudAIaaSHybridOn-Prem
Technische Passung0,30555S4S5S4S3S
Organisatorische Passung0,21375E4S4S3S3S
Wirtschaftlichkeit0,16754S3S2E3S2S
Compliance & Sicherheit0,11023S4S2S4S5S
Kundenwirkung & Marktvertrauen0,07444S4S4S4S3S
Zukunftsoffenheit0,05885S4S5S4S3S
Personal & Skills0,03934S3S5S3S2S
Restrisiko0,03053S4S2S4S4S
Gewichteter Gesamtwert4,443,793,793,583,04

Rechenweg: Gesamtwert = Summe aus (Rohwert 1–5 × Gewicht). Beispiel Public Cloud: 5×0,3055 + 5×0,2137 + 4×0,1675 + 3×0,1102 + 4×0,0744 + 5×0,0588 + 4×0,0393 + 3×0,0305 = 4,44. (Gerechnet wird mit genau den hier gezeigten Gewichten; die Modellsumme beträgt rundungsbedingt 0,9999 statt 1,0000. Die Rechnung ist damit exakt nachvollziehbar.)

Herkunft der Rohwerte: E = von Ihnen gegenüber dem Startwert angepasst · S = unveränderter Branchen-Startwert des Forschungsmodells (n=93). 2 von 40 Werten (5 %) wurden von Ihnen gegenüber dem Startwert angepasst; die übrigen 38 sind unveränderte allgemeine Startwerte des Forschungsmodells (n=93). Für Ihre Branche (Manufacturing) liegt derzeit kein eigenes Startwert-Profil vor — die Werte sind branchenneutral. Ein branchenspezifisches Profil ist bislang nur für Sektoren mit erhöhten Compliance-Anforderungen hinterlegt; für die übrigen werden bewusst keine Werte geschätzt. Die Empfehlung ist so belastbar wie diese Werte und im Workshop mit Ihren Ist-Daten zu schärfen.

Wie stabil ist diese Empfehlung? Der Vorsprung ist robust (Abstand 0,64) — einzelne Bewertungsänderungen kippen die Empfehlung nicht. Jede Option wird je Kriterium mit 1–5 bewertet und gewichtet aufsummiert: Public Cloud 4,44 vs. Private Cloud 3,79 — die Differenz 0,64 ist der „Abstand" (ab 0,5 stark · 0,2–0,5 solide · 0,05–0,2 knapp).
Andere Prioritäten testen? Im Schritt-3-Formular die Gewichtung anpassen und erneut auswerten — der Bericht weist die verwendete Gewichtung aus.
Sicherheitsbetrachtung — zweite Sicht auf die Empfehlung

Ihr Vorhaben ist sicherheitssensibel (personenbezogene Daten und Geschäftsgeheimnisse). Im validierten Standardmodell wiegen Compliance & Sicherheit (11,0 %) und Restrisiko (3,1 %) zusammen nur ~14 %, während technische und organisatorische Passung (zusammen ~52 %) die Empfehlung dominieren. Das ist methodisch korrekt, kann aber bei datensensiblen Vorhaben dazu führen, dass eine sicherere Option im Gesamtwert unterliegt. Das folgende Alternativ-Ranking zeigt die Reihenfolge, wenn Compliance/Sicherheit (28 %) und Restrisiko (12 %) deutlich schwerer gewichtet werden:

✓ Public Cloud4,00
Private Cloud3,85
Hybrid3,71
On-Prem3,53
AIaaS3,25

Auch bei stark sicherheitsbetonter Gewichtung bleibt Public Cloud vorn — die Empfehlung ist damit auch aus Sicherheitssicht tragfähig. (Echte Compliance-Verstöße werden ohnehin bereits in Schritt 1/2 als harte Stopper abgefangen — nicht durch gute Werte in anderen Kriterien ausgleichbar —, unabhängig von dieser Gewichtung.)

Dies ist eine Sensitivitäts-Illustration, keine zweite offizielle Empfehlung. Ihre maßgebliche Gewichtung legen Sie im Schritt-3-Formular fest; die Standard-Empfehlung oben beruht auf der validierten Forschungsgewichtung (n=93).

Was bedeutet das für Sie? — Interpretation
ℹ Diese Interpretation wird automatisch aus Ihren Bewertungsergebnissen erzeugt (regelbasiert — kein externes KI-Modell, keine Übermittlung an KI-Dienste oder Dritte). Die Aussagen leiten sich direkt aus dem gewichteten Ranking ab; die Gegenmaßnahmen sind Vorschläge zur Prüfung im Workshop, keine Rechtsberatung.

Auf Basis der Standardgewichtung des Bewertungsmodells gewinnt Public Cloud mit klarem Vorsprung (4,44 zu 3,79 für Private Cloud). Über alle acht gewichteten Kriterien hinweg ergibt diese Option das beste Gesamtbild — nicht weil sie überall am besten ist, sondern weil sie dort stark ist, wo bei Ihrer Gewichtung das meiste Gewicht liegt.

Warum Public Cloud? Den Ausschlag geben vor allem: passt technisch gut zu Ihrer IT (zählt 30,6 %); passt zu Ihren Strukturen und Rollen (zählt 21,4 %); ist wirtschaftlich plausibel (qualitative Bewertung) (zählt 16,8 %). Genau diese Stärken fallen bei Ihrer Gewichtung am stärksten ins Gewicht.

Warum nicht Private Cloud? Public Cloud liegt vor allem bei Technische Passung und Organisatorische Passung vorn. Zwar ist Private Cloud bei Compliance & Sicherheit stärker, doch das wiegt bei Ihrer Gewichtung weniger und dreht das Ergebnis nicht.

Auffällig: Am schwächsten schneidet On-Prem ab — diese Option passt zu Ihrem Profil und Ihrer Gewichtung am wenigsten. Außerdem brauchen Public Cloud und AIaaS zwingend eine EU-Region/Datenresidenz, sonst entfallen sie.

Vorgeschlagene Gegenmaßnahmen
  • Datensouveränität: Die empfohlene Option verarbeitet Daten außer Haus — EU-Region vertraglich festschreiben, Anbieter mit EU-Rechenzentrum + AVV wählen, ggf. einen Hybrid-Schnitt prüfen.
  • Compliance & Sicherheit (Bewertung 3/5): Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) und Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) aufsetzen, ein Audit-/Nachweiskonzept festlegen.
  • Restrisiko (Bewertung 3/5): Restrisiken benennen, Rückfall-/Notfallplan (Routine 4) und laufendes Monitoring von Anfang an einrichten.
  • Worauf bei „Public Cloud" besonders zu achten ist: Ihre Daten verlassen das Haus — Anbieter, Region und Vertrag (Auftragsverarbeitung) müssen passen.
Was „Public Cloud" konkret für Sie bedeutet

Was es ist: Ihre KI läuft beim Cloud-Anbieter (z. B. AWS, Microsoft Azure, Google). Sie mieten Rechenleistung, der Anbieter betreibt die Technik.

Für Sie: Schnell startklar, keine eigene Hardware, laufende statt investiver Kosten (konkrete Kosten separat zu validieren), wächst mit dem Bedarf.

Worauf achten: Ihre Daten verlassen das Haus — Anbieter, Region und Vertrag (Auftragsverarbeitung) müssen passen.

Anbieter-Bindung & Ausstieg (Exit). Bevor Sie sich festlegen, klären Sie den Ausstieg: Datenexport (in welchem Format bekommen Sie Ihre Daten und Modelle zurück?), Portabilität (läuft die Lösung nach einem Anbieterwechsel weiter?), Kündigungs-/Löschfristen und proprietäre Formate/Schnittstellen, die einen Wechsel teuer machen. Faustregel: Public Cloud / AIaaS binden am stärksten an den Anbieter, On-Prem am wenigsten (dafür tragen Sie Betrieb und Hardware selbst). Halten Sie Export- und Exit-Bedingungen vertraglich fest, bevor produktive Daten fließen.

Hosting-Optionen — Einordnung (Referenz)

Bewertet wurden in diesem Decision Record: Public Cloud, Private Cloud, On-Prem, Hybrid, AIaaS. Die folgenden Beschreibungen erläutern zusätzlich typische Hosting-Optionen zur Einordnung; nicht bewertete Optionen sind nicht Teil der Empfehlung (als „Referenz" gekennzeichnet).

Public Cloud empfohlen

Was Sie brauchen: Ein Konto beim Cloud-Anbieter, eine eingerichtete Umgebung, Internetanbindung und einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit EU-Region. Kaum eigene Hardware.

Beispiel: Ihr KI-Assistent läuft in der Cloud (z. B. Microsoft Azure, Region Deutschland); Sie zahlen nach Nutzung, der Anbieter betreibt die Technik.

Wann sinnvoll: Schneller Start gewünscht, keine eigene Hardware/IT-Mannschaft, schwankende Last.

Private Cloud geprüft

Was Sie brauchen: Vertrag über eine nur für Sie reservierte Umgebung beim Anbieter; etwas mehr Konfiguration und Abstimmung als Public Cloud. Keine eigene Hardware im Haus.

Beispiel: Ein Anbieter stellt Ihnen eine abgeschottete, allein für Ihr Unternehmen reservierte Cloud-Instanz in einem EU-Rechenzentrum bereit.

Wann sinnvoll: Cloud-Komfort gewünscht, aber stärkere Datentrennung und Kontrolle als bei Public Cloud nötig.

On-Prem geprüft

Was Sie brauchen: Einen eigenen Server im Haus, bei KI meist mit Grafikkarte (GPU); einen abgesicherten Raum (Strom, Kühlung); IT-Personal für Betrieb und Updates; ein Backup- und Notfallkonzept.

Beispiel: Sie stellen einen GPU-Server in Ihren Serverraum und betreiben darauf ein offenes KI-Modell (z. B. über Ollama). Die Daten verlassen nie das Haus.

Wann sinnvoll: Strenge Datenschutz-/Geheimhaltungsanforderungen, vorhandene IT-Mannschaft, planbare Dauerlast.

Hybrid geprüft

Was Sie brauchen: Eine Kombination: eigene Umgebung für die sensiblen Teile UND einen Cloud-/Anbieter-Zugang für den Rest — plus eine klar definierte Schnittstelle und Zuständigkeit dazwischen.

Beispiel: Sensible Kundendaten werden im Haus verarbeitet, die rechenintensive Modellauswertung läuft in der EU-Cloud; eine festgelegte Schnittstelle verbindet beides.

Wann sinnvoll: Ein Teil der Daten muss im Haus bleiben, anderes soll aber von der Cloud-Skalierung profitieren.

AIaaS geprüft

Was Sie brauchen: Nur einen Vertrag und einen Zugang (API-Schlüssel) zum fertigen KI-Dienst; keine eigene Hardware, kein eigener Betrieb. Datenschutzvertrag (AVV) und Datenfluss klären.

Beispiel: Ihre Software ruft über eine Schnittstelle einen fertigen KI-Dienst auf; Sie betreiben selbst weder Modell noch Server.

Wann sinnvoll: Schnellster Start, kein Eigenaufwand, keine eigene KI-Mannschaft — Abhängigkeit vom Anbieter wird akzeptiert.

Wirtschaftlichkeit (qualitativ — keine TCO-Zahlen in dieser Erstbewertung)

Die Wirtschaftlichkeit ist in Schritt 3 (Entscheidungsbewertung) als qualitatives Bewertungskriterium in die Empfehlung eingeflossen (siehe Begründung oben). TCO-/Angebotsprüfung: offen / separat zu validieren.

Warum hier keine Euro-Beträge? Eine belastbare Kostenrechnung braucht konkrete Anbieter-Angebote und Ihre Ist-Kosten (Personal, Infrastruktur, Lizenzen) — beides entsteht erst im Workshop. Eine an dieser Stelle erfundene Zahl wäre schlechter als keine. Als Orientierung dient die folgende relative Kosten-Rangfolge (ohne Beträge); die konkreten Zahlen liefert die TCO-/Angebotsprüfung.
OptionAnfangs­investitionLaufende KostenAnbieter­bindung
★ Public Cloudniedrigmittel · nutzungsabhängighoch
Private Cloudniedrig–mittelmittel–hochmittel
AIaaSsehr niedrigmittel–hoch · Abo/Nutzunghoch
Hybridmittelmittelmittel
On-Premhochniedrigniedrig

Relative Einordnung (niedrig / mittel / hoch), keine Beträge. ★ = empfohlene Option. „Anbieterbindung" = wie aufwendig ein späterer Wechsel wäre (Details unter „Anbieter-Bindung & Ausstieg" bei der Empfehlung). Diese Rangfolge ist ein Strukturvergleich, kein Angebot — die tatsächlichen Kosten hängen von Nutzungsvolumen, Anbieter und Vertrag ab.

Eine detaillierte TCO-/Angebotsprüfung ist nicht Bestandteil dieser Erstbewertung. Vor einer Beschaffungs- oder Umsetzungsentscheidung sollten konkrete Anbieterangebote, interne Aufwände, Integrationskosten, Security-/Compliance-Aufwände, Support-Level und laufende Betriebskosten separat validiert werden. Ein dediziertes Modul „TCO & Beschaffungsvalidierung" kann dies später ergänzen.

Risiko-Matrix (qualitative Einordnung aus Ihren Angaben)

RisikoEintrittAuswirkungRestrisiko*StatusVerantwortlichMaßnahme
Offene Go-live-Auflagen
↳ ausgelöst durch: 10 noch offene Auflage(n) aus der Freigabe-Prüfung (Abschnitt ②)
sichermittelgeringoffenKI-Beauftragte, S. Musterfrau10 Auflage(n) vor Go-live nachweisen
Datensouveränität / Drittlandzugriff
↳ ausgelöst durch: Datenresidenz-/Souveränitäts-Anforderung (Schritt 1) + externe Hosting-Empfehlung
mittelhochgeringAuflageDSB / ITEU-Region + AVV vertraglich zusichern und nachweisen
Security-Baseline nicht nachgewiesen
↳ ausgelöst durch: externes Hosting + Security-Nachweise nicht als „geprüft“ bestätigt (Anbieter-Block)
mittelhochgeringoffenIT / Security18-Punkte-Security-Baseline ablegen und prüfen
Manipulierte Eingaben (Prompt-Injection)
↳ ausgelöst durch: Anwendungsfall als GenAI-/Sprach-Anwendung erkannt (Feld „KI-Anwendung“ bzw. Anwendungsfall-Typ)
mittelhochmittellaufendIT / SecurityEin- und Ausgaben härten (Filter/Trennung von Anweisung und Daten); Injection-Tests vor Go-live und bei Änderungen
Fehlerhafte oder erfundene KI-Ausgaben (Halluzination)
↳ ausgelöst durch: Anwendungsfall als GenAI-/Sprach-Anwendung erkannt (Feld „KI-Anwendung“ bzw. Anwendungsfall-Typ)
mittelmittelmittellaufendFachbereichStichproben-/Qualitätskontrolle; kritische Ausgaben menschlich prüfen (Routine 1/2)
Nachlassende Ausgabequalität über die Zeit (Modell-Drift)
↳ ausgelöst durch: Anwendungsfall als GenAI-/Sprach-Anwendung erkannt (Feld „KI-Anwendung“ bzw. Anwendungsfall-Typ)
mittelmittelmittellaufendFachbereich / ITQualität regelmäßig gegen feste Referenz-Testfälle prüfen (Routine 2); als Kennzahl überwachen
Anbieter-Ausfall / Nichtverfügbarkeit
↳ ausgelöst durch: externe Hosting-Empfehlung (Betrieb beim Anbieter)
niedrigmittelgeringvertraglichITSLA vereinbaren; Fallback-/Notfallprozess definieren (Routine 4)
Datenabfluss in das Training des Anbieter-Modells
↳ ausgelöst durch: personenbezogene Daten (Daten & Compliance) + externes Hosting; Trainingsausschluss „ja“ → entschärft
niedrighochgeringvertraglich ausgeschlossenDSB / ITTrainings-Ausschluss (Zero-Retention) vertraglich sichern und nachweisen
Anbieter-Abhängigkeit (Vendor-Lock-in)
↳ ausgelöst durch: empfohlene Option „Public Cloud“ hat hohe Anbieterbindung (Kostenmodell)
mittelmittelmittelbeobachtenIT / EinkaufExit-Strategie: Datenexport, Portabilität, Kündigungsfristen vertraglich (siehe Lock-in-Kasten)

Sortiert nach Schweregrad (höchstes Risiko zuerst): erst Governance-/Freigabe-Auflagen, dann die KI-Betriebsrisiken. Die Zeile „ausgelöst durch“ zeigt je Risiko, welche Ihrer Eingaben es erzeugt hat — die Matrix ist eine Ableitung aus dem Formular, keine separate Eingabe. * Restrisiko = verbleibende Bewertung nach Umsetzung der genannten Maßnahme. Qualitative Einordnung aus Ihren Angaben — keine vollständige Risikoanalyse; unternehmensspezifische Risiken (z. B. betriebliche Abhängigkeiten) sind gesondert zu bewerten.

Status: Entscheidungsreif mit Go-live-Auflagen — die KI ist derzeit NICHT produktiv freigegeben. Die Produktivnahme ist erst nach Nachweis der unten gelisteten Go-live-Auflagen zulässig; der Sign-off bestätigt die Entscheidung, nicht die Produktivnahme.

Freigabebedingungen (Auflagen)

Die Empfehlung ist entscheidungsreif. Die Produktivnahme ist erst zulässig, wenn die folgenden Go-live-Auflagen nachgewiesen sind. Status zum Stand dieses Dokuments:

Empfohlene Reihenfolge (kritischer Pfad) — womit anfangen? Nicht alle Auflagen sind gleich dringlich; diese Reihenfolge vermeidet Nacharbeit (z. B. muss der Anbieter-/AVV-Rahmen stehen, bevor Security-Nachweise Sinn ergeben):
  1. 1 · Rechtliche & vertragliche Grundlagen zuerst (vor Go-live zwingend — Voraussetzung für die übrigen Nachweise)
  2. Nachweis zur DE-/EU-Datenresidenz nachvollziehbar ablegen (EU) (IT-Leitung · vor Go-live)
  3. Übermittlungsgrundlage für Drittländer festlegen und belegen (DSGVO Kapitel V) (DSB + Einkauf · vor Go-live)
  4. Unterzeichneten AVV nachvollziehbar ablegen (DSB / Einkauf · vor Go-live)
  5. Personenbezug & besondere Kategorien dokumentieren (DSB · vor Go-live)
  6. DSFA-Relevanz bewerten (DSB · vor Go-live)
  7. Informationspflichten und Betroffenenrechte anpassen (DSGVO Art. 13/14) (DSB · vor Go-live)
  8. Vertraulichkeit & Geheimnisschutz prüfen (IT + Fachbereich · vor Go-live)
  9. 2 · Verantwortlichkeiten benennen (ohne benannte Person keine Freigabe)
  10. Sign-off der/des Verantwortlichen einholen (Geschäftsführung · vor Go-live)
  11. Risiko-Check vor Produktivnahme abschließen (IT + Fachbereich · vor Go-live)
  12. 3 · Security- & sonstige Nachweise ablegen
  13. Security-Baseline-Nachweise ablegen und prüfen (IT-Leitung / Security · vor Go-live)

Geschätzter Gesamtaufwand: 42 Arbeitspakete — die konkreten Detailschritte der 10 offenen Auflagen (davon 27 gering, 15 mittel), über die 90-Tage-Phasen verteilt; überwiegend einmalige Nachweise, kein Daueraufwand. Feinschätzung im Workshop.

#FreigabebedingungWarumVerantwortlichFristErledigtStatus
1Sign-off der/des Verantwortlichen einholenAccountable benannt (KI-Beauftragte, S. Musterfrau) — formale Freigabe ausstehendGeschäftsführungvor Go-live🟡 offen
2Nachweis zur DE-/EU-Datenresidenz nachvollziehbar ablegen (EU)Verarbeitungsregion (Belegenheitsort) vertraglich zugesichert — Nachweis ablegen; die Übermittlungsgrundlage nach Kapitel V wird gesondert geführtIT-Leitungvor Go-live🟡 offen
3Übermittlungsgrundlage für Drittländer festlegen und belegen (DSGVO Kapitel V)Externe Verarbeitung personenbezogener Daten — die Verarbeitungsregion allein ist keine ÜbermittlungsgrundlageDSB + Einkaufvor Go-live🟡 offen
4Unterzeichneten AVV nachvollziehbar ablegenDSGVO Art. 28 — AVV abgeschlossen, Nachweis ablegenDSB / Einkaufvor Go-live🟡 offen
5Personenbezug & besondere Kategorien dokumentierenDSGVO Art. 9DSBvor Go-live🟡 offen
6DSFA-Relevanz bewertenDSGVO Art. 35DSBvor Go-live🟡 offen
7Informationspflichten und Betroffenenrechte anpassen (DSGVO Art. 13/14)Neue Verarbeitung — Datenschutzhinweise und Auskunftsprozess müssen sie abbildenDSBvor Go-live🟡 offen
8Risiko-Check vor Produktivnahme abschließenBetriebsverantwortungIT + Fachbereichvor Go-live🟡 offen
9Monitoring- & Incident-Prozess festlegenBetriebssicherheitIT-LeitungTag 30⚪ ausstehend
10NIS2-Betroffenheit feststellen und, falls zutreffend, Pflichten umsetzenSektor Manufacturing fällt dem Grunde nach unter Anhang II (verarbeitendes Gewerbe) — nur für bestimmte Erzeugnisse, u. a. Medizinprodukte, Elektro, Maschinenbau, KraftfahrzeugeGeschäftsführung + IT-LeitungTag 30⚪ ausstehend
11Vertraulichkeit & Geheimnisschutz prüfenKundendaten / GeschäftsgeheimnisseIT + Fachbereichvor Go-live🟡 offen
12Security-Baseline-Nachweise ablegen und prüfenInformationssicherheit / Auditfähigkeit (Nachweise vor Go-live)IT-Leitung / Securityvor Go-live🟡 offen

Setzen Sie das Häkchen „Erledigt", sobald eine Bedingung nachgewiesen ist — oder erledigen Sie alle Einzelschritte unten, dann wird die Bedingung automatisch 🟢. Legende: 🟢 erfüllt — nachgewiesen · 🟡 offen — vor Go-live zu erledigen, blockiert die Produktivnahme · 🔴 nicht erfüllt — Produktivnahme nicht zulässig · ⚪ ausstehend — verbindlich terminiert, kurz nach Produktivnahme einzurichten/nachzuweisen (keine reine Beobachtung; rechtlich/Go-live-relevante Pflichten sind als „offen" geführt).

Die konkreten Einzelschritte je Bedingung — mit Abnahmekriterium, grobem Aufwand und den ausfüllbaren Nachweis-Vorlagen — stehen im Anhang unter A5b. Dieser Abschnitt bleibt damit die Entscheidungsgrundlage; die Arbeitsvorlagen für DSB und IT liegen hinten.

Ihre nächsten 90 Tage

Warum diese Zeitfenster? Die Schritte sind nach Dringlichkeit und logischer Reihenfolge gestaffelt — von „blockiert die Produktivnahme" bis „laufender Betrieb":
Sofort (0–14 Tage): was die Produktivnahme blockiert oder sofort zu klären ist (Freigabe/Sign-off, kritische Security-Nachweise, Compliance-Stopper).  ·  Bis Tag 30: offene Pflicht-Punkte und Auflagen vor dem Go-live schließen (Machbarkeits-/Governance-Lücken, Datenresidenz/Verträge).  ·  Bis Tag 60: Betrieb aufsetzen (Routinen vervollständigen, KPI-Baseline etablieren, Datenquellen anbinden).  ·  Bis Tag 90: ersten Review-Zyklus fahren (Quartals-Scorecard) und den Decision Record fortschreiben.
Die Fristen sind Empfehlungen, keine harten Termine — passen Sie sie an Ihre Situation an. Ein Schritt steht in dem Zeitfenster, das seiner Funktion entspricht (z. B. Freigabe-Stopper „sofort", Kennzahlen-Aufbau „Tag 60").
Technische Umsetzung (Track für die IT). Neben den organisatorischen Schritten gehören in die Umsetzung: Sizing / Proof of Concept — die gewählte Option an einem echten Anwendungsfall testen (Last, Antwortzeiten, Kosten), bevor produktiv geschaltet wird; Integration & Schnittstellen (API) — Anbindung an Ihre Systeme, Authentifizierung und Datenflüsse festlegen; Datensicherung & Wiederanlauf — Backup-Konzept mit Zielwerten für Wiederherstellzeit (RTO) und tolerierbaren Datenverlust (RPO) plus getestetem Fallback. Diese Punkte plant die IT parallel zu den Auflagen; sie sind kein Freigabe-Stopper, aber vor dem produktiven Vollbetrieb abzuschließen.
ErledigtSchrittVerantwortlichFertig, wenn …Aufwand
Sofort (0–14 Tage)
↑ AuflageSign-off der/des Verantwortlichen einholen (Freigabe dokumentieren)GeschäftsführungSign-off im Freigabe-Feld erfasstgering
↑ AuflageSecurity-Baseline-Nachweise ablegen und prüfenIT-Leitung / Securitykritische Security-Nachweise abgelegt und geprüftmittel
Bis Tag 30
↑ AuflageSouveränitäts-/Compliance-Auflagen der gewählten Option umsetzenIT + DSBRegion/Vertragslage vertraglich nachgewiesenmittel
Bis Tag 60
KPI-Baseline (Starter-5) etablieren, Datenquellen anbindenControlling + ITStarter-5 mit ersten Ist-Werten befülltgering
Bis Tag 90
Erste Review-Runde (Scorecard) fahren, Decision Record fortschreibenGeschäftsführungErste Quartals-Review dokumentiertgering

Aufwand grob geschätzt (gering ≈ Stunden, mittel ≈ Tage). Personen aus Ihren Angaben/Schritt 2 übernommen; in kleinen Firmen bündelt die Geschäftsführung mehrere Rollen. Häkchen setzen, wenn erledigt — erledigte Schritte werden durchgestrichen, gezählt und automatisch gespeichert (auch in der Decision-Record-Datei). Aufgaben mit „↑ Auflage" sind zugleich Freigabebedingungen — diese haken Sie oben bei den Freigabebedingungen ab (eine Quelle, kein doppeltes Abhaken) — der Verweis springt dorthin und hebt die Bedingung hervor. Die übrigen Schritte mit Kästchen sind reine Umsetzungs-/Betriebsaufgaben (z. B. Kennzahlen, Review), die es nur hier gibt — diese haken Sie hier ab.

Freigabe

Zwei Unterschriften — getrennte Verantwortung: Die Geschäftsführung zeichnet die Entscheidung (Wahl der Hosting-Option, wirtschaftliche/strategische Verantwortung). IT/DSB/CSO zeichnen die Nachweise & Auflagen (Security-Baseline, AVV, Datenresidenz, DSFA-Relevanz — die Fachprüfung). Die Produktivnahme wird erst freigegeben, wenn beide vorliegen. So bestätigt die Geschäftsführung keine Sicherheits-/Datenschutzaussage, für die sie fachlich nicht einsteht.

Verantwortliche/r für die KI-Anwendung (Accountable): — die Person, die für den verantwortungsvollen Betrieb geradesteht.

RolleBestätigtNameDatum
GeschäftsführungEntscheidung (Hosting-Wahl)
IT / DSB / CSONachweise & Auflagen (Fachprüfung)
BeraterErstellungKI-Beauftragte, S. Musterfrau29.08.2026

Hinweis: Die IT/DSB/CSO-Unterschrift wird an den geprüften Stand gebunden. Bitte zuletzt unterschreiben — nachdem alle Auflagen und Angaben stehen.

Grenze der digitalen Unterschrift: Die Unterschriften und das Vier-Augen-Prinzip beruhen auf den eingetragenen Namen sowie — bei aktiver Verschlüsselung — auf dateigebundenen Signaturen. Sie machen nachträgliche Änderungen erkennbar (tamper-evident), erzwingen aber keine authentifizierte Personen-Identität: Wer Zugriff hat, könnte einen Namen frei eintragen. Eine server-geprüfte Identität, die das ausschließt, ist ein geplanter Ausbau — bis dahin ersetzt die Unterschrift hier ein internes Freigabe-Protokoll, keine rechtsverbindliche eID.

Anhang · Audit & Umsetzung

Dieser Anhang richtet sich an IT, Datenschutz, Compliance und Prüfer. Er dokumentiert die Methodik, die zugrunde liegenden Annahmen, die regulatorischen Bezüge, die Nachweise sowie die operativen Routinen zur Umsetzung der empfohlenen KI-Hosting-Entscheidung. Er ergänzt den vorangestellten Management Decision Record und richtet sich primär an IT, Datenschutz, Compliance und Prüfer.

Verfahren & Bewertungslogik

Strukturiertes 3-Schritte-Verfahren (Machbarkeit → Verantwortung → Auswahl) aus einer promotionsgeprüften Dissertation (Joswig, 2026). Schritt 1 und 2 arbeiten mit Schwellenwerten (eine nicht erfüllte Pflicht-Voraussetzung stellt die Entscheidung zurück); Schritt 3 vergleicht die Optionen über eine gewichtete additive Bewertung (AHP). Wirtschaftlichkeit fließt als qualitatives Kriterium ein; eine detaillierte TCO-/Angebotsprüfung ist separat zu validieren.

Gewichtung & Datenbasis

Die Gewichte der 8 Auswahl-Kriterien stammen aus einer Expertenbefragung (n = 93) nach dem Analytic-Hierarchy-Process (AHP). Die Gewichte bilden einen globalen Vektor (Modellsumme 0,9999, rundungsbedingt) und sind nicht branchenspezifisch — branchenspezifisch sind allein die Roh-Startwerte der Optionen (1–5), die je Sektor voreingestellt sind. Erhebungsmethode, Stichprobenzusammensetzung und die Konsistenzprüfung der paarweisen Vergleiche (AHP Consistency Ratio) sind in der zugrunde liegenden Dissertation (Joswig 2026) dokumentiert. In dieser Auswertung verwendete Gewichtung: Forschungsgewichte (Dissertation, n = 93). Abweichungen von den Standardwerten werden hier und in Schritt 3 ausgewiesen.

Regulatorischer Rahmen

Einschlägig laut Angaben: EU AI Act (Klasse limited), DSGVO, NIS2 (sofern zutreffend). Sektor: Manufacturing. Die maßgeblichen Pflichten ergeben sich aus Schritt 1 (Sektor- & Datenschutz-Fragen) und den Nachweisen aus Schritt 2.

RegelwerkEinschlägige Artikel (Orientierung)
EU AI Act (Klasse limited)Art. 50 (Transparenzpflichten); allgemeine Betreibersorgfalt
DSGVOArt. 6 (Rechtsgrundlage), Art. 30 (VVT), Art. 32 (Sicherheit), Art. 13/14 (Informationspflichten), Art. 28 (Auftragsverarbeitung), Art. 44–49 (Übermittlung in Drittländer: Art. 45/46/49 + Transfer Impact Assessment)
NIS2 / SicherheitIhr Sektor Manufacturing fällt dem Grunde nach unter Anhang II (verarbeitendes Gewerbe) (nur für bestimmte Erzeugnisse, u. a. Medizinprodukte, Elektro, Maschinenbau, Kraftfahrzeuge); die Größenklasse Medium spricht ebenfalls dafür. Die Betroffenheit ist damit nicht festgestellt, sondern zu prüfen — siehe eigene Freigabebedingung. Maßgeblich ist das BSIG in der Fassung des NIS2-Umsetzungsgesetzes (unionsrechtlich Art. 21 Risikomanagement, Art. 23 Meldepflichten). Meldekette bei erheblichen Sicherheitsvorfällen: Frühwarnung 24 Stunden · Meldung 72 Stunden · Abschlussbericht ein Monat, dazu Registrierung beim BSI.

Artikelangaben dienen der Orientierung und ersetzen keine rechtliche Prüfung.

AI-Act-Einordnung: Limited Risk auf Basis der Angaben. Kein High-Risk-Befund aus den vorliegenden Eingaben. Einzelne Kontrollpunkte in der Matrix unten werden vorsorglich als Governance-Nachweise verwendet und bedeuten nicht, dass das System als High-Risk eingestuft wurde. Bei Änderung des Use Cases, automatischer Entscheidung mit erheblicher Personen-/Kundenwirkung oder Einsatz in regulierten Hochrisikobereichen ist die Einordnung erneut zu prüfen.

Control-/Evidence-Matrix (Auflage → Regulatorik → Nachweis)

EvidenzAuflage / KontrolleRegulatorik-BezugNachweis (Artefakt)VerantwortlichFristStatus
E-01Sign-off der/des Verantwortlichen einholenGovernance / Rechenschaft (DSGVO Art. 5 Abs. 2) · ISO/IEC 27001 A.5.2 · bei Hochrisiko zusätzlich EU AI Act Art. 26 (Betreiberpflichten)Sign-off im Freigabe-Feld erfasstGeschäftsführungvor Go-live🟡 offen
E-02Nachweis zur DE-/EU-Datenresidenz nachvollziehbar ablegen (EU)DSGVO Art. 44–49 (Übermittlung in Drittländer) · Art. 30 Abs. 1 lit. eSubprozessoren geprüft & dokumentiertIT-Leitungvor Go-live🟡 offen
E-03Übermittlungsgrundlage für Drittländer festlegen und belegen (DSGVO Kapitel V)DSGVO Art. 44–49 (Übermittlung in Drittländer) · Art. 30 Abs. 1 lit. eÜbermittlungsgrundlage (Angemessenheitsbeschluss/SCC) + Transfer Impact Assessment abgelegtDSB + Einkaufvor Go-live🟡 offen
E-04Unterzeichneten AVV nachvollziehbar ablegenDSGVO Art. 28 (Auftragsverarbeitung)AVV auch für weitere Dienstleister vorhanden/geprüftDSB / Einkaufvor Go-live🟡 offen
E-05Personenbezug & besondere Kategorien dokumentierenDSGVO Art. 9 (besondere Kategorien) · Art. 30 (VVT)VVT aktualisiertDSBvor Go-live🟡 offen
E-06DSFA-Relevanz bewertenDSGVO Art. 35 (Datenschutz-Folgenabschätzung)DSB-Stellungnahme abgelegtDSBvor Go-live🟡 offen
E-07Informationspflichten und Betroffenenrechte anpassen (DSGVO Art. 13/14)DSGVO Art. 13/14 (Informationspflichten) · Art. 15, 17, 21 (Betroffenenrechte)Aktualisierte Datenschutzhinweise + erweiterter Prozess für BetroffenenanfragenDSBvor Go-live🟡 offen
E-08Risiko-Check vor Produktivnahme abschließenDSGVO Art. 32 (Sicherheit) · gute Praxis (bei Hochrisiko: EU AI Act Art. 9/14)Protokoll abgelegtIT + Fachbereichvor Go-live🟡 offen
E-09Monitoring- & Incident-Prozess festlegenDSGVO Art. 33 (Meldepflicht) · NIS2 Art. 23 (sofern NIS2-pflichtig) · EU AI Act Art. 72/73 (bei Hochrisiko)Review-Termin stehtIT-LeitungTag 30⚪ ausstehend
E-10NIS2-Betroffenheit feststellen und, falls zutreffend, Pflichten umsetzenBSIG i. d. F. des NIS2-Umsetzungsgesetzes · unionsrechtlich Art. 21, 23 der Richtlinie (EU) 2022/2555Dokumentierte Betroffenheitsprüfung; falls betroffen: Registrierungsnachweis und Meldeprozess mit FristenGeschäftsführung + IT-LeitungTag 30⚪ ausstehend
E-11Vertraulichkeit & Geheimnisschutz prüfenDSGVO Art. 32 (Sicherheit) · GeschGehGDatenfluss geprüft, ggf. anonymisiertIT + Fachbereichvor Go-live🟡 offen
E-12Security-Baseline-Nachweise ablegen und prüfenDSGVO Art. 32 · NIS2 Art. 21 · ISO/IEC 27001Nachweis abgelegtIT-Leitung / Securityvor Go-live🟡 offen

Die Evidenz-IDs (E-01 …) verknüpfen jede Auflage mit ihrem regulatorischen Bezug und dem abzulegenden Nachweis. Der Erfüllungsstand wird über die Häkchen in Abschnitt ② „Auflagen & Freigabe" gepflegt; laufende Nachweise dokumentiert das Routinen-Logbuch (A6a). Artikelangaben dienen der Orientierung und sind keine Rechtsberatung.

Anbieter- & Security-Prüfung

Bei Public Cloud / AIaaS verlassen Daten Ihr Haus. Erfasste Angaben (Nachweise sind gesondert abzulegen). „Nein" bei AVV/Residenz/Training ist ein harter Stopper; „unklar"/„in Prüfung"/„teilweise/offen" werden als Auflage in den Freigabebedingungen geführt.

AnbieterMicrosoft Azure
Dienst / ModellAzure OpenAI Service
Hosting-RegionEU (Frankfurt / Schweden)
DE-/EU-Region vertraglichja
Auftragsverarbeitung (AVV)ja, abgeschlossen
Subprozessoren bekanntja
Supportzugriffe außerhalb EU/EWR✓ nein — kein Drittlandzugriff
Training mit Ihren/Kundendaten ausgeschlossenja
Lösch-/Rückgabekonzeptja
Security-Baseline (Gesamt)Go-live-Auflage offen — Kontrollpunkt(e) nur mit Auflage erfüllt

Security-Baseline — Kontrollpunkte. Je Punkt einzeln im Navigator bewertet (★ = kritisch). Zwei Ebenen: Bewertung aus der Eingabe, Nachweis erst nach Ablage/Prüfung. Alle Bewertungen sind zunächst Selbstauskunft und gelten erst dann als geprüft, wenn der jeweilige Nachweis abgelegt und von der Fachprüfung (IT/DSB/CSO) bestätigt wurde.

KontrollpunktBewertungNachweisAblageortNachweis / Quelle
MFA für Admin-/alle Zugängeerfüllt laut Eingabe✓ Nachweis geprüftWiki/Security-BaselinePolicy / Screenshot / Anbieter-Doku
★ Rollen-/Rechtekonzept (Least Privilege)erfüllt laut Eingabe✓ Nachweis geprüftRechtekonzept-Dokument
Sichere Admin-/Fernzugänge (schlüsselbasiert, kein Passwort-Login)erfüllt laut Eingabe✓ Nachweis geprüftZugangs-/SSH-Konfiguration
API-Key-Speicherung (Secret-Store)erfüllt laut Eingabe✓ Nachweis geprüftKonfiguration Secret-Store
API-Key-Rotationerfüllt mit AuflageNachweis offenRotation-Policy
★ Verschlüsselung in Transit (TLS)erfüllt laut Eingabe✓ Nachweis geprüftSharePoint/IT-SecurityAnbieter-/Konfig-Nachweis
★ Verschlüsselung at Resterfüllt laut EingabeNachweis abgelegtAnbieter-/Konfig-Nachweis
★ Logging / Audit-Logserfüllt laut EingabeNachweis abgelegtDMS/AuditLogging-Konfiguration
Monitoring / Alertingerfüllt laut EingabeNachweis abgelegtMonitoring-Konfiguration
Patch-/Update-Management (Betriebssystem & Abhängigkeiten)erfüllt mit AuflageNachweis offenUpdate-Policy / Patch-Nachweis
Incident-Kontakt & Meldewegerfüllt laut EingabeNachweis abgelegtNetzlaufwerk/Compliance/NachweiseVertrag / Runbook
SLA / Supportwegerfüllt laut EingabeNachweis abgelegtVertrag / SLA-Dokument
Backup / Fallbackerfüllt laut EingabeNachweis abgelegtNotfall-/Fallback-Konzept
Supportzugriffe (EU/EWR) geregelterfüllt laut EingabeNachweis abgelegtVertrag / Admin-Konfiguration
★ Training mit Kundendaten ausgeschlossenerfüllt laut Eingabe✓ Nachweis geprüftVertrag / Anbieter-Bestätigung
Prompt-/Output-Speicherung geklärterfüllt mit AuflageNachweis offenAnbieter-Konfiguration
Lösch-/Exportmöglichkeiterfüllt laut EingabeNachweis abgelegtLösch-/Exportkonzept
★ Mandantentrennung / Tenant Isolationerfüllt laut Eingabe✓ Nachweis geprüftAnbieter-Architektur-Doku

★ = kritischer Kontrollpunkt. Logik: kritischer Punkt nicht erfüllt ⇒ nicht freigabefähig · offen ⇒ Go-live-Auflage · erfüllt laut Eingabe, Nachweis offen ⇒ entscheidungsreif mit Go-live-Auflage · erfüllt und Nachweis geprüft ⇒ kein Hindernis.

Datensouveränität (Nachweis)

Belegt, wo die Daten liegen und dass die Auswertung selbst keine Daten abgibt. „Nein"/„unklar"-Punkte sind über die Auflagen (Abschnitt ②) vor dem Go-live zu schließen. Keine Rechtsberatung.

Methodik-Hinweis (Souveränität): Optionen mit Datenresidenz-Bedarf werden im Ranking nicht automatisch ausgeschlossen, sondern mit ⚠ markiert und als Auflage geführt — so bleibt die empfohlene Option sichtbar und Ihr Haus entscheidet nach Prüfung der Region/Vertragslage über einen endgültigen Ausschluss. Ein explizit verweigerter DE-/EU-Datenstandort (Eingabe „nein") ist dagegen ein harter Stopper.

Geforderte DatenresidenzEU/EWR
Verarbeitung durch dieses Werkzeugregelbasiert & deterministisch — kein KI-Sprachmodell, keine Weitergabe an Dritte (Details A8). Ihre Eingaben werden zur Erzeugung dieses Berichts an den Server des Anbieters übertragen, dort verarbeitet und nicht gespeichert; gespeichert wird ausschließlich auf Ihrem Rechner. Betrifft die Auswertung in diesem Werkzeug, nicht den späteren KI-Betrieb der gewählten Hosting-Option (dort kann je nach Option ein Datenabfluss entstehen — siehe Auflagen).
Empfohlene Option / AnbieterPublic Cloud · Microsoft Azure · EU (Frankfurt / Schweden)
Verarbeitungsregion vertraglich zugesichert (Belegenheitsort)✓ ja
Übermittlungsgrundlage nach Kapitel V DSGVO (Art. 45 Angemessenheitsbeschluss / Art. 46 Standardvertragsklauseln / Art. 49)zu belegen — siehe Freigabebedingung; eine EU-Region ersetzt die Übermittlungsgrundlage nicht
Transfer Impact Assessment durchgeführt (bei Standardvertragsklauseln)zu belegen — siehe Freigabebedingung
Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO)ja, abgeschlossen
Subprozessoren offengelegt/geprüft✓ ja
Support-Zugriff außerhalb EU/EWR✓ keiner
Training mit eigenen/Kundendaten ausgeschlossen✓ ja
Lösch-/Rückgabekonzept✓ ja

Detailprüfung Schritt 1 — Machbarkeit

Sieben Grundvoraussetzungen. Eine „nicht erfüllt" hält die Entscheidung an, bis sie geklärt ist.

VoraussetzungAntwortStatus
Technology — DatenverfügbarkeitJa, vollständig✓ erfüllt
Organisation — VerantwortlicherJa, namentlich benannt✓ erfüllt
Organisation — ProzesseJa, dokumentiert✓ erfüllt
Environment — RegulatorikJa, vollständig✓ erfüllt
Environment — SektorJa, identifiziert und berücksichtigt✓ erfüllt
Psychosocial — VertrauenHoch, Unterstützung vorhanden✓ erfüllt
Psychosocial — Change-KapazitätJa✓ erfüllt

Detailprüfung Schritt 2 — Verantwortung & Nachweis

Vier Routinen sichern den verantwortungsvollen Betrieb (Arbeitsvorlagen unter A6). Ein „Nein" hält die Entscheidung an. Wichtig zum Verständnis: Die Antworten hier sind Ihre Selbstauskunft aus dem Formular („ist der Prozess vorhanden?"). Ob eine Routine auch durchgeführt und belegt ist, zeigt allein das Routinen-Logbuch (A6a) mit datierten Einträgen und Reifegrad. Ein „Ja" hier und „nicht eingerichtet" dort ist deshalb kein Widerspruch, sondern der Unterschied zwischen Vorhaben und Nachweis.

SOP 1 — Algorithmic Risk Assessment (APO13)

CheckAntwort
Ist ein klarer Auslöser definiert — jedes Deployment bzw. Major Update löst die Risikobewertung aus?✓ Ja
Werden vor Produktivnahme Bias-, Robustheits- und Adversarial-Tests durchgeführt?✓ Ja
Werden Schwachstellen dokumentiert und Mitigationsmaßnahmen festgelegt (Risk-Register, Mitigationsplan)?✓ Ja
Liegt prüffähige Evidenz vor (Risk-Report, Bias-Audit-Logs, unterschriebene Freigabe)?✓ Ja

Verantwortliche/r: KI-Beauftragte, S. Musterfrau

SOP 2 — Fairness & Transparency Monitoring (MEA03)

CheckAntwort
Werden Fairness- und Transparenzkennzahlen laufend überwacht (Drift, Bias, Erklärbarkeit via SHAP/LIME)?✓ Ja
Ist eine feste Frequenz definiert (z. B. quartalsweise) plus Ad-hoc-Review nach Vorfällen?✓ Ja
Werden Ergebnisse über Nutzergruppen verglichen und Anomalien dokumentiert/eskaliert?✓ Ja
Liegt ein Evidence-Item vor (Compliance-Dashboard, Transparenz-Log, Fairness-Report-Archiv)?✓ Ja

SOP 3 — Data & Model Change Control (BAI06/07)

CheckAntwort
Existiert ein Change-Control-Prozess (Versionierung, Validierung, Rollback) für Daten- und Modelländerungen?✓ Ja
Wer gibt eine neue Modellversion produktiv frei (Change Advisory Board / benannte Rolle)?✓ Ja
Werden Änderungen gestaffelt ausgerollt (Shadow/Canary) mit Drift- und Offline-Validierung?✓ Ja
Liegen versionierte Artefakte plus CI/CD- und Test-Logs als Nachweis vor?✓ Ja

SOP 4 — Incident Management & Rollback (DSS02)

CheckAntwort
Gibt es einen dokumentierten Incident-Pfad mit Severity-Klassifizierung (SEV-1 … SEV-4)?✓ Ja
Ist ein Rollback auf das letzte funktionierende Modell vorhanden und getestet?✓ Ja
Ist die Eskalation bei Compliance-/Kundenimpact definiert (Geschäftsleitung, DSB, Aufsicht)?✓ Ja
Erfolgt ein Post-Incident-Review mit CAPA-Maßnahmen (Corrective/Preventive Actions)?✓ Ja

Offene Punkte

Keine offenen Punkte.

Konkrete Schritte je Freigabebedingung

Die Auflagen selbst stehen im Abschnitt „Freigabebedingungen" (Entscheidungsteil). Hier folgen je Bedingung die Einzelschritte und die auszufüllenden Nachweis-Vorlagen — gedacht für Datenschutzbeauftragte, IT und Prüfer.

Pro Bedingung die Einzelschritte mit Abnahmekriterium und grobem Aufwand. Haken Sie erledigte Schritte ab — sie zählen in den Fortschritt (Dashboard) und werden gespeichert. Sind alle Schritte einer Bedingung erledigt, gilt die Bedingung oben automatisch als erfüllt (🟢). Bedingungen, die auf eine laufende Betriebsroutine zurückgehen (z. B. Risiko-Check, Monitoring), verlinken auf die volle Arbeitsvorlage im Anhang; einmalige Aufgaben (Person benennen, AVV) haben keinen solchen Link. Vorschlag — im Workshop konkretisieren.

🟡 1. Sign-off der/des Verantwortlichen einholen · Geschäftsführung · vor Go-live
2 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Decision Record der/dem benannten Verantwortlichen vorlegen.Vorgelegtgering
Freigabe (Datum + Unterschrift) im Freigabe-Abschnitt erfassen.Sign-off im Freigabe-Feld erfasstgering
Muster ausfüllen: Freigabe-/Sign-off-Protokoll

Dokumentiert die bewusste Freigabeentscheidung. Vor der Unterschrift prüfen:

„Ich gebe die o. g. KI-Anwendung unter den dokumentierten Auflagen zur Produktivnahme frei. Die offenen Go-live-Auflagen sind erfüllt bzw. verbindlich terminiert. Die nächste Entscheidungs-Review ist eingeplant."

Datum, Ort: _______________ Unterschrift: _______________________

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

🟡 2. Nachweis zur DE-/EU-Datenresidenz nachvollziehbar ablegen (EU) · IT-Leitung · vor Go-live
2 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Vertragsklausel/Bestätigung zur DE-/EU-Region nachvollziehbar ablegen.Nachweis abgelegtgering
Subprozessoren-Liste auf Drittlandübermittlung prüfen und ablegen.Subprozessoren geprüft & dokumentiertmittel
Muster ausfüllen: DE-/EU-Datenresidenz – Nachweisblatt

Belegt, wo die Daten verarbeitet/gespeichert werden. „Nein"/„unklar" vor Go-live klären.

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

🟡 3. Übermittlungsgrundlage für Drittländer festlegen und belegen (DSGVO Kapitel V) · DSB + Einkauf · vor Go-live
5 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Feststellen, ob überhaupt eine Übermittlung in ein Drittland vorliegt — einschließlich Fernzugriff durch Support/Administration, Subprozessoren und Konzernmutter außerhalb des EWR.Übermittlungslage schriftlich festgestelltmittel
Übermittlungsgrundlage bestimmen: Angemessenheitsbeschluss (Art. 45 — bei US-Empfängern die aktive Zertifizierung im EU-US Data Privacy Framework in der offiziellen Liste prüfen), Standardvertragsklauseln (Art. 46 Abs. 2 lit. c) oder ausnahmsweise Art. 49.Grundlage benannt und belegtmittel
Bei Standardvertragsklauseln: Transfer Impact Assessment durchführen — Rechtslage im Empfängerland, Zugriffsmöglichkeiten von Behörden, Wirksamkeit der Garantien.Transfer Impact Assessment dokumentiertmittel
Zusätzliche Maßnahmen festlegen, wo die Garantien allein nicht tragen (z. B. Verschlüsselung mit Schlüsselhoheit im Haus, Pseudonymisierung, Beschränkung des Supportzugriffs).Zusätzliche Maßnahmen vereinbart und wirksammittel
Übermittlungsgrundlage im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30 Abs. 1 lit. e) und in den Datenschutzhinweisen führen.VVT und Hinweise aktualisiertgering
🟡 4. Unterzeichneten AVV nachvollziehbar ablegen · DSB / Einkauf · vor Go-live
2 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Unterzeichnete AVV-Fassung nachvollziehbar ablegen und im VVT referenzieren.AVV abgelegt & referenziertgering
Prüfen, ob weitere externe Dienstleister personenbezogene Daten verarbeiten (z. B. E-Mail-/Kommunikations- oder Hosting-Anbieter) — auch dort einen AVV sicherstellen.AVV auch für weitere Dienstleister vorhanden/geprüftgering
Muster ausfüllen: AVV-Prüfraster (Checkliste)

Prüfraster für den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO — kein Vertragsersatz. Der AVV selbst wird mit DSB/Anwalt finalisiert.

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

🟡 5. Personenbezug & besondere Kategorien dokumentieren · DSB · vor Go-live
4 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Verarbeitete Datenarten vollständig auflisten.Liste vollständiggering
Personenbezug und besondere Kategorien (Art. 9) markieren.Markierung erfolgtgering
Rechtsgrundlage je Verarbeitung bestimmen.Rechtsgrundlage je Zweck dokumentiertmittel
Ins Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (VVT) eintragen.VVT aktualisiertgering
Muster ausfüllen: VVT-Eintrag (Verarbeitungstätigkeit)

Eintrag für das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30 DSGVO).

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

🟡 6. DSFA-Relevanz bewerten · DSB · vor Go-live
3 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Schwellwertprüfung nach Art. 35 durchführen.Ergebnis (hohes Risiko ja/nein) dokumentiertgering
Bei hohem Risiko: DSFA erstellen und Schutzmaßnahmen ableiten.DSFA-Dokument + Maßnahmen vorliegenmittel
DSB einbinden; Ergebnis und Begründung dokumentieren.DSB-Stellungnahme abgelegtgering
Muster ausfüllen: DSFA-Schwellwertprüfung (Kurzraster)

Schwellwertprüfung nach Art. 35 DSGVO. Trifft mind. ein Punkt zu (bzw. zwei Kriterien der Art.-29-Liste), ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung i. d. R. erforderlich:

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

🟡 7. Informationspflichten und Betroffenenrechte anpassen (DSGVO Art. 13/14) · DSB · vor Go-live
4 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Datenschutzhinweise für Kunden und Beschäftigte um die KI-gestützte Verarbeitung ergänzen: Zwecke, Rechtsgrundlage, Empfänger einschließlich Cloud-Anbieter, Drittlandbezug, Speicherdauer.Hinweise aktualisiert und veröffentlichtmittel
Prüfen, ob Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden (Art. 14) — dann zusätzlich Herkunft der Daten angeben und die Informationsfrist beachten.Art.-14-Fall geprüft und dokumentiertgering
Prozess für Betroffenenanfragen (Auskunft Art. 15, Löschung Art. 17, Widerspruch Art. 21) auf die neue Verarbeitung erweitern — einschließlich der beim Anbieter liegenden Daten.Auskunftsprozess deckt die KI-Verarbeitung abmittel
Zuständigkeit und Antwortfrist (ein Monat, Art. 12 Abs. 3) intern festlegen.Zuständigkeit und Frist benanntgering
🟡 8. Risiko-Check vor Produktivnahme abschließen · IT + Fachbereich · vor Go-live → volle Arbeitsvorlage: Routine 1 (Anhang)
4 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Testfälle/Stichproben und Bias-Check durchführen.Testlauf dokumentiertmittel
Ergebnisse bewerten; offene Risiken benennen.Risikobewertung vorliegtgering
Freigabe durch Verantwortliche/n einholen.Freigabe erteiltgering
Freigabeprotokoll ablegen.Protokoll abgelegtgering
Muster ausfüllen: Risiko-Check-Protokoll (vor Produktivnahme)

Kurzbewertung der wichtigsten Betriebsrisiken vor dem Go-live.

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

9. Monitoring- & Incident-Prozess festlegen · IT-Leitung · Tag 30 → volle Arbeitsvorlage: Routine 4 (Anhang)
4 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Kennzahlen und Schwellen definieren (siehe KPI-Plan).KPI + Schwellen definiertgering
Verantwortliche und Eskalationsweg benennen.Eskalationsweg stehtgering
Rückfall-/Notfallplan dokumentieren.Notfallplan dokumentiertmittel
Erste Review terminieren.Review-Termin stehtgering
Muster ausfüllen: Monitoring- & Incident-Prozess (Kurzkonzept)

Wie wird der Betrieb überwacht und auf Störungen/Vorfälle reagiert?

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

10. NIS2-Betroffenheit feststellen und, falls zutreffend, Pflichten umsetzen · Geschäftsführung + IT-Leitung · Tag 30
6 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Betroffenheit feststellen: Fällt die Tätigkeit unter die Sektorlisten des BSIG (Umsetzung der Anhänge I/II) und werden die Schwellenwerte erreicht (ab 50 Beschäftigte oder mehr als 10 Millionen Euro Jahresumsatz bzw. Bilanzsumme)? Ergebnis mit Begründung schriftlich festhalten — auch ein negatives Prüfergebnis ist ein Nachweis.Betroffenheitsprüfung schriftlich dokumentiertmittel
Falls betroffen: Registrierung beim BSI vornehmen und die Registrierungsdaten aktuell halten.Registrierung erfolgt, Bestätigung abgelegtgering
Meldeprozess mit den drei Fristen einrichten: Frühwarnung innerhalb von 24 Stunden, Meldung innerhalb von 72 Stunden, Abschlussbericht innerhalb eines Monats. Rufbereitschaft und Zuständigkeit benennen, damit die 24-Stunden-Frist auch außerhalb der Geschäftszeiten gehalten wird.Meldeprozess dokumentiert, Zuständigkeit und Erreichbarkeit benanntmittel
Risikomanagement-Maßnahmen abgleichen (Art. 21 der Richtlinie, umgesetzt im BSIG): Risikoanalyse und Sicherheitskonzept, Bewältigung von Sicherheitsvorfällen, Backup und Krisenmanagement, Sicherheit der Lieferkette einschließlich Cloud-Anbieter, Sicherheit bei Beschaffung und Entwicklung, Wirksamkeitsprüfung, Cyberhygiene und Schulung, Kryptografie, Personalsicherheit und Zugriffskontrolle, Multi-Faktor-Authentifizierung und gesicherte Kommunikation.Abgleich dokumentiert, Lücken mit Terminen hinterlegtmittel
Diese KI-Anwendung und den gewählten Hosting-Anbieter ausdrücklich in die Lieferketten-Betrachtung aufnehmen — NIS2 erfasst auch Dienstleister, die für den Betrieb wesentlich sind.Anbieter in der Lieferketten-Übersicht geführtgering
Verantwortung der Geschäftsleitung beachten: Billigung und Überwachung der Maßnahmen sind Leitungsaufgabe und persönlich haftungsbewehrt; Schulung der Leitungsebene dokumentieren.Billigung protokolliert, Schulung nachgewiesengering
🟡 11. Vertraulichkeit & Geheimnisschutz prüfen · IT + Fachbereich · vor Go-live
3 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Schützenswerte Inhalte einstufen (Kundendaten, Geschäftsgeheimnisse).Einstufung dokumentiertgering
Zugriff/Verschlüsselung und Geheimhaltung (NDA) regeln.Zugriffs- und NDA-Regelung stehtmittel
Prüfen, ob Inhalte an Anbieter/Modell gelangen — ggf. anonymisieren.Datenfluss geprüft, ggf. anonymisiertmittel
Muster ausfüllen: Vertraulichkeit & Geheimnisschutz – Check

Schutz von Kundendaten und Geschäftsgeheimnissen (DSGVO Art. 32 / GeschGehG).

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

🟡 12. Security-Baseline-Nachweise ablegen und prüfen · IT-Leitung / Security · vor Go-live
13 Einzelschritte anzeigen / ausblenden
SchrittFertig, wenn …Aufwand
Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Zugänge aktiviert.MFA aktivgering
Rollen-/Rechtekonzept (Least Privilege) festgelegt.Rechtekonzept dokumentiertmittel
API-Keys sicher gespeichert (Secret-Store) und Rotation geregelt.Keys im Secret-Store + Rotationsplanmittel
Verschlüsselung in Transit (TLS) und im Ruhezustand bestätigt.Verschlüsselung bestätigtgering
Logging/Protokollierung aktiviert und Aufbewahrung geregelt.Logging aktivgering
Prompt-/Output-Speicherung beim Anbieter geklärt und konfiguriert.Speicherung geklärtgering
Training mit Ihren Daten ausgeschlossen (vertraglich/konfiguriert).Training-Ausschluss bestätigtgering
Supportzugriffe (wer, woher, EU/EWR) geregelt.Supportzugriffe geregeltgering
Incident-Kontakt und Meldeweg beim Anbieter dokumentiert.Incident-Meldeweg stehtgering
SLA (Verfügbarkeit, Reaktionszeiten) geprüft.SLA geprüftgering
Notfall-/Fallback-Lösung bei Anbieterausfall festgelegt.Fallback dokumentiertmittel
Datenexport/Portabilität (Exit) sichergestellt.Export möglichgering
Ergebnis als Security-Checkliste/Nachweis ablegen.Nachweis abgelegtgering
Muster ausfüllen: Security-Baseline – Nachweis & Ablage

Ergänzt die 18-Punkte-Security-Baseline (Anhang A3b): Nachweise je kritischem Punkt sammeln und ablegen.

öffnet ein sauberes Einzeldokument mit Ihren Eingaben → im Druckdialog „Als PDF sichern".

Muster/Orientierung —keine Rechtsberatung. Fertiges Dokument mit DSB/Anwalt finalisieren, nachvollziehbar ablegen und im Logbuch (⑤) Ablageort + Datum eintragen.

Betriebsroutinen (Arbeitsvorlagen)

Wozu dieser Abschnitt? Dies sind empfohlene Betriebs-Routinen, die den laufenden, sicheren Betrieb Ihrer KI absichern (Risiko-Check, Monitoring, Änderungs- und Incident-Management). Sie sind nicht Teil der Entscheidung selbst und blockieren die Empfehlung nicht — sie sind Ihre Governance-Vorlage für die Zeit nach dem Go-live. Übernehmen Sie sie wie vorgeschlagen oder passen Sie sie an Ihre Organisation an.

Die vier Routinen sind aus den COBIT-2019-Kontrollzielen abgeleitet: Routine 1 = APO13 (Risk Control vor Deployment), Routine 2 = MEA03 (Monitoring & Fairness), Routine 3 = BAI06/07 (Change- & Datenmanagement), Routine 4 = DSS02 (Incident & Recovery). Hier sehen Sie je Routine, was sie ist, wann sie nötig ist und wer sie verantwortet — die ausführliche Arbeitsvorlage für die IT ist je Routine ausklappbar. Status, datierte Durchführungen und das Häkchen „als eingerichtet" finden Sie im Abschnitt „⑤ Logbuch".

Hinweis für kleinere SMEs: Die RACI-Rollen bezeichnen Verantwortlichkeiten, keine Stellen. In Firmen unter ~50 Mitarbeitern werden Rollen typisch gebündelt — die Geschäftsführung ist oft Accountable und Service Owner, ein IT-Generalist deckt AI Project Lead, MLOps Lead und Incident Manager ab, Legal/DSB wird extern bei Bedarf eingebunden. Wichtig ist nur, dass jede Verantwortlichkeit einer benannten Person zugeordnet bleibt.

Bei „Public Cloud" verschiebt sich der Fokus so: Da die KI beim Anbieter läuft, drehen sich Ihre Routinen mehr um Verträge, Anbieter-Zusagen (SLA) und Protokolle als um eigene Technik. Bei Störungen (Routine 4) ist die Kernfrage: Wer eskaliert wann zum Anbieter?

Routine 1 — Risiko-Check, bevor eine KI live geht regulatorisch veranlasst

⚪ Status wird geladen… → Durchführungen erfassen / Historie (⑤ Logbuch)

Wann nötig: Deployment oder größeres Update eines KI-Modells.  ·  Wer verantwortet: KI-Beauftragte, S. Musterfrau  ·  Aufwand: Beim ersten Mal ~1 Tag, bei späteren Updates 1–2 Stunden.  ·  → im Formular (Schritt 2) bearbeiten

Was das für Ihre Firma heißt: Bevor eine neue KI live geht, einmal prüfen: Behandelt sie alle Kundengruppen fair, hält sie auch bei untypischen Eingaben stand, wo sind die Schwachstellen — und wer gibt das frei? Ergebnis auf einem Blatt festhalten.

Beispiel aus dem Alltag: Bevor Ihr neuer Angebots-Assistent live geht, lässt eine benannte Person ein paar Dutzend Testfälle durchlaufen und prüft, ob er bei verschiedenen Kundengruppen sachlich gleich antwortet. Ergebnis auf ein Blatt, die Geschäftsführung gibt frei.

Was auf Ihrem Tisch landet: Vor dem Live-Gang bekommen Sie eine kurze Freigabe-Vorlage (Test bestanden ja/nein · gefundene Risiken · Empfehlung) und entscheiden: freigeben oder nicht.

⚠ Wenn es nicht passt: Fällt der Check durch, geht die KI nicht live — die verantwortliche Person stoppt den Go-live und informiert die Geschäftsführung.

Fachliche Details für IT / Verantwortliche — ein-/ausblenden
Fachreferenz: SOP 1 — Algorithmische Risikobewertung (APO13-AI)
Praxis-Anpassung für zugekaufte KI-Dienste (SaaS/API):
  • Bei zugekaufter KI statt eigener Trainingsdaten: Anbieter-Datenblatt/Model-Card, Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und eigene Testfälle (Golden Set) als Grundlage nehmen.
  • Datenabfluss prüfen: Welche (Kunden-)Daten gehen an welchen Anbieter? Werden sie zum Training genutzt? Zero-Retention bzw. EU-Region vertraglich klären.
  • Robustheit heißt bei zugekaufter KI vor allem: Prompt-Injection bzw. manipulative Eingaben testen und Halluzinationen/Faktentreue stichprobenartig prüfen.
  • API-Zugangsschlüssel sicher verwahren (kein Klartext, Rotation, Missbrauch bei Leck bedenken).
WofürAlgorithmus-spezifische Risiken identifizieren und mindern (Bias, Robustheit, Adversarial-Exposition).
Wann startenDeployment oder größeres Update eines KI-Modells.
Was Sie brauchenModelldokumentation, Trainings-/Testdaten, Risk-Register.
Was dabei rauskommtAktualisiertes Risk-Register, Mitigationsplan, Audit-Log.
Wie oftVerpflichtend bei jedem Modell-Release; jährliche Review.
Nachweis ausRisikobewertungs-Bericht, Bias-Audit-Logs, unterschriebene Freigabe.
Benannte/r Verantwortliche/rKI-Beauftragte, S. Musterfrau

Wer macht was

Macht'sVerantwortetWird gefragtWird informiert
AI Project LeadCIO/CTOLegal/ComplianceEnd-Nutzer

Ablauf-Checkliste

☐ Bias-Audit durchführen
☐ Robustheitstests
☐ Schwachstellen dokumentieren
☐ Mitigationsmaßnahmen festlegen

Nachweise dokumentieren Sie pro Durchführung im Routinen-Logbuch (Abschnitt A6a). Die routinenspezifischen Nachweisfelder dieser Routine sind dort in jedem datierten Eintrag enthalten. Beispiel — so sieht eine ausgefüllte Vorlage aus:

Modell / VersionBeispiel: Angebots-Assistent v1.2 (GPT-basiert)
Datum der BewertungBeispiel: 14.03.2026
Bias-Audit — ErgebnisBeispiel: kein systematischer Unterschied über Branchen/Kundengrößen (60 Testfälle)
Robustheitstest — ErgebnisBeispiel: stabil bei untypischen Eingaben; 2 Sonderfälle abgefangen
Identifizierte SchwachstellenBeispiel: bei sehr langen Anfragen gelegentlich unvollständige Angebote
MitigationsmaßnahmenBeispiel: Längenbegrenzung + Hinweis an Nutzer; Stichprobenkontrolle
Freigabe durch / DatumBeispiel: M. Berger (GF), 15.03.2026

Routine 2 — Fairness & Nachvollziehbarkeit im Betrieb empfohlene Praxis

⚪ Status wird geladen… → Durchführungen erfassen / Historie (⑤ Logbuch)

Wann nötig: Sobald das KI-System produktiv ist.  ·  Wer verantwortet: CEO/Geschäftsleitung  ·  Aufwand: Etwa 2–3 Stunden pro Quartal.  ·  → im Formular (Schritt 2) bearbeiten

Was das für Ihre Firma heißt: Vierteljährlich stichprobenartig nachsehen: Entscheidet die KI bei verschiedenen Kundengruppen vergleichbar, und kann man nachvollziehen, warum sie etwas vorschlägt? Auffälligkeiten notieren und melden.

Beispiel aus dem Alltag: Einmal im Quartal zieht jemand 10 echte KI-Antworten und prüft: Sind die fair? Lässt sich erklären, warum die KI das vorgeschlagen hat? Auffälligkeiten kommen ins Protokoll.

Was auf Ihrem Tisch landet: Sie erhalten im vereinbarten Takt einen kurzen Statusbericht (läuft fair und stabil ja/nein · Auffälligkeiten).

⚠ Wenn es nicht passt: Bei Auffälligkeiten wird nachgesteuert; wiegt es schwer, informiert die verantwortliche Person die Geschäftsführung und schlägt Maßnahmen vor.

Fachliche Details für IT / Verantwortliche — ein-/ausblenden
Fachreferenz: SOP 2 — Fairness- & Transparenz-Monitoring (MEA03-AI)
Praxis-Anpassung für zugekaufte KI-Dienste (SaaS/API):
  • SHAP/LIME nur bei selbst betriebenem Modell. Bei zugekaufter KI: begründete Stichprobe der Ausgaben auf Fairness und Faktentreue durchsehen, Auffälligkeiten dokumentieren.
  • Menschliche Kontrolle (EU AI Act Art. 14): festlegen, wer eingreifen oder übersteuern darf — und solche Eingriffe protokollieren.
  • Transparenz hat zwei Seiten: intern (warum schlägt die KI etwas vor?) und gegenüber Nutzern (Kennzeichnung, dass KI im Spiel ist — EU AI Act Art. 50). Art. 13 richtet sich dagegen an Anbieter von Hochrisiko-Systemen und begründet für Sie als Betreiber keine eigene Kennzeichnungspflicht.
  • Verantwortung: laufendes Monitoring liegt bei Fachbereich/IT; der/die Datenschutzbeauftragte berät (nicht ausführend).
WofürFairness und Transparenz der KI-Ausgaben überwachen, um Compliance und Stakeholder-Vertrauen zu sichern.
Wann startenSobald das KI-System produktiv ist.
Was Sie brauchenOutput-Logs, Explainability-Berichte, Feedback-Formulare.
Was dabei rauskommtTransparenz-Log, quartalsweiser Fairness-Bericht, Korrekturmaßnahmen.
Wie oftQuartalsweise, mit Ad-hoc-Review nach größeren Vorfällen.
Nachweis ausCompliance-Dashboard, audit-fähige Logfiles, Fairness-Bericht-Archiv.

Wer macht was

Macht'sVerantwortetWird gefragtWird informiert
Datenschutzbeauftragte/rCEO/GeschäftsleitungFachexpertenNutzer

Ablauf-Checkliste

☐ Quartalsweise Fairness-Review
☐ SHAP/LIME-Erklärungen erzeugen
☐ Ergebnisse über Nutzergruppen vergleichen
☐ Anomalien dokumentieren und eskalieren

Nachweise dokumentieren Sie pro Durchführung im Routinen-Logbuch (Abschnitt A6a). Die routinenspezifischen Nachweisfelder dieser Routine sind dort in jedem datierten Eintrag enthalten. Beispiel — so sieht eine ausgefüllte Vorlage aus:

System / VersionBeispiel: Angebots-Assistent v1.2
Review-ZeitraumBeispiel: Q1 2026 (Jan–Mär)
Fairness-Kennzahl — WertBeispiel: vergleichbare Trefferquote über Kundengruppen (Abweichung < 5 %)
Auffällige NutzergruppenBeispiel: keine
Eskalierte AnomalienBeispiel: 1 ungewöhnlicher Preisvorschlag → an Fachbereich gemeldet
Erstellt durch / DatumBeispiel: DSB (extern), 05.04.2026

Routine 3 — Änderungen an Daten & Modell kontrollieren empfohlene Praxis

⚪ Status wird geladen… → Durchführungen erfassen / Historie (⑤ Logbuch)

Wann nötig: Geplante Änderung an Trainingsdaten, Feature-Store, Preprocessing, Modellparametern/-architektur oder Serving-Konfiguration.  ·  Wer verantwortet: Product Owner  ·  Aufwand: Pro Änderung ~1–2 Stunden; kleine Änderungen weniger.  ·  → im Formular (Schritt 2) bearbeiten

Was das für Ihre Firma heißt: Niemand ändert Daten oder das Modell 'mal eben'. Jede Änderung wird kurz dokumentiert, getestet und freigegeben — immer mit einem Rückweg, falls es schiefgeht.

Beispiel aus dem Alltag: Will jemand das Modell oder die zugrunde liegenden Daten ändern, schreibt er kurz auf was und warum, testet es abseits vom Echtbetrieb, jemand gibt frei — und es bleibt ein Weg zurück auf den alten Stand.

Was auf Ihrem Tisch landet: Größere Änderungen an Daten oder Modell werden der benannten Stelle zur Freigabe vorgelegt, bevor sie produktiv gehen.

⚠ Wenn es nicht passt: Ist eine Änderung riskant oder unklar, wird sie zurückgestellt — nichts geht ungeprüft live.

Fachliche Details für IT / Verantwortliche — ein-/ausblenden
Fachreferenz: SOP 3 — Daten- & Modell-Change-Control (BAI06/BAI07-AI)
Praxis-Anpassung für zugekaufte KI-Dienste (SaaS/API):
  • Bei zugekaufter KI ändern Sie nicht das Modell selbst, sondern Prompts/System-Prompts, hinterlegte Dokumente (RAG) und die gewählte Modell-Version des Anbieters — genau diese Änderungen kontrollieren.
  • Statt Holdout/Cross-Validation: feste Test-Prompts mit Erwartungswerten (Golden Tests) vor und nach der Änderung laufen lassen.
  • Statt eigenem Change-Advisory-Board: im KMU genügt eine Vier-Augen-Freigabe durch eine zweite benannte Person.
  • Wichtig: Der Anbieter aktualisiert sein Modell evtl. still. Modell-Version festnageln (Pinning) wo möglich, und nach Anbieter-Updates die Golden Tests erneut laufen lassen.
  • Große Änderung (major) = Verhalten, Qualität oder Rechtslage betroffen → dann den Risiko-Check (Routine 1) erneut auslösen; kleine (minor) = kosmetisch.
WofürKontrollierte, auditierbare Änderungen an Datenpipelines, Features und Modellen; verhindert Regressionen und unbeabsichtigten Bias-Drift.
Wann startenGeplante Änderung an Trainingsdaten, Feature-Store, Preprocessing, Modellparametern/-architektur oder Serving-Konfiguration.
Was Sie brauchenChange-Request (CR), Model-Card, Data-Lineage, Validierungsplan, Risikobewertung.
Was dabei rauskommtFreigegebener CR mit Sign-offs, Validierungsbericht, aktualisierte Model-Card, Release-Notes, Rollback-Plan.
Wie oftBei jeder Änderung; CAB wöchentlich oder ad hoc bei dringenden Änderungen.
Nachweis ausVersionierte Artefakte (Code, Data-Snapshots, Modell-Binaries), CI/CD-Logs, Test-Berichte, Freigaben im CR-System.

Wer macht was

Macht'sVerantwortetWird gefragtWird informiert
MLOps LeadProduct OwnerData Owner, Security OfficerStakeholder

Ablauf-Checkliste

☐ CR triagieren und Impact klassifizieren (minor/major)
☐ Daten- & Label-Drift-Checks
☐ Offline-Validierung (Holdout, Cross-Val)
☐ Fairness-/Robustheitstests
☐ Security-Review
☐ Change-Advisory-Board-Freigabe für Major Changes
☐ Gestaffelter Rollout (Shadow/Canary)
☐ Post-Deployment-Monitoring

Nachweise dokumentieren Sie pro Durchführung im Routinen-Logbuch (Abschnitt A6a). Die routinenspezifischen Nachweisfelder dieser Routine sind dort in jedem datierten Eintrag enthalten. Beispiel — so sieht eine ausgefüllte Vorlage aus:

Change-Request-Nr.Beispiel: CR-2026-014
Art der ÄnderungBeispiel: neue Trainingsdaten (Q1-Angebote) eingespielt
Impact (minor/major)Beispiel: major
Drift-/Validierungs-ErgebnisBeispiel: kein Qualitätsabfall; Holdout-Test bestanden
CAB-Freigabe durch / DatumBeispiel: IT-Leitung, 20.03.2026
Rollback-Plan vorhanden (ja/nein)Beispiel: ja (Vorgängermodell v1.1 gesichert)

Routine 4 — Störungen beheben & auf sicheren Stand zurück regulatorisch veranlasst

⚪ Status wird geladen… → Durchführungen erfassen / Historie (⑤ Logbuch)

Wann nötig: SLO/SLA-Verletzung, Anomalie-Alerts (Qualität/Fairness/Robustheit), Verdacht auf Datenleck, Modell-Degradation oder Nutzerbeschwerden.  ·  Wer verantwortet: Service Owner  ·  Aufwand: Vorbereitung (Plan + Kontakte) ~½ Tag; im Ernstfall sofort.  ·  → im Formular (Schritt 2) bearbeiten

Was das für Ihre Firma heißt: Wenn die KI Mist baut oder ausfällt: Wer wird wann alarmiert, wie schalten wir schnell auf den letzten funktionierenden Stand zurück — und was lernen wir daraus, damit es nicht wieder passiert?

Beispiel aus dem Alltag: Liefert die KI plötzlich Unsinn oder fällt aus: Die festgelegte Person wird alarmiert, schaltet auf den letzten funktionierenden Stand zurück, danach kurz festhalten: Was war die Ursache, was ändern wir?

Was auf Ihrem Tisch landet: Im Störfall bekommen Sie eine kurze Meldung (was ist passiert · Auswirkung · Sofortmaßnahme).

⚠ Wenn es nicht passt: Bei einem ernsten Vorfall wird auf den letzten funktionierenden Stand zurückgerollt und die Geschäftsführung umgehend informiert.

Fachliche Details für IT / Verantwortliche — ein-/ausblenden
Fachreferenz: SOP 4 — Incident-Management & Modell-Rollback (DSS02-AI)
Praxis-Anpassung für zugekaufte KI-Dienste (SaaS/API):
  • Rollback bei reiner API ist oft nicht zurück aufs alte Modell möglich. Realistisch: auf eine ältere, noch angebotene Modell-Version umschalten, die KI per Schalter (Feature-Flag) abschalten, oder auf manuellen/lokalen Notbetrieb ausweichen.
  • Bei Ausfall der Anbieter-API: Eskalationsweg zum Anbieter (Support/SLA/Statusseite) festhalten — eigenes Drosseln hilft dann nicht.
  • Schweregrade kurz definieren: SEV-1 = kritisch/Totalausfall, SEV-2 = stark eingeschränkt, SEV-3 = spürbar, SEV-4 = gering.
  • Meldepflicht prüfen: bei Datenleck DSGVO Art. 33 (Meldung an die Aufsicht binnen 72 Stunden) und Art. 34 (Benachrichtigung der Betroffenen bei hohem Risiko); bei Hochrisiko-KI zusätzlich die Meldekette nach EU AI Act Art. 26 Abs. 5 (Betreiber informiert Anbieter und Behörde; Art. 73 selbst verpflichtet den Anbieter). Ergebnis festhalten (Meldung nötig? erfolgt?).
WofürKI-bezogene Vorfälle (Qualität, Fairness, Security, Verfügbarkeit) erkennen, eindämmen, lösen und sicheren Betrieb per kontrolliertem Rollback wiederherstellen.
Wann startenSLO/SLA-Verletzung, Anomalie-Alerts (Qualität/Fairness/Robustheit), Verdacht auf Datenleck, Modell-Degradation oder Nutzerbeschwerden.
Was Sie brauchenMonitoring-Alerts, Incident-Ticket, jüngste Deployments, Logs (Predictions, Explanations), Audit-Trail.
Was dabei rauskommtIncident-Bericht (Timeline, Impact, RCA), Rollback-Bestätigung, CAPA-Backlog, Stakeholder-Kommunikation.
Wie oftBei jedem Vorfall; Post-Incident-Review innerhalb von 5 Arbeitstagen nach Abschluss.
Nachweis ausTicketing-System-Records, Alert-Dashboards, Rollback-Logs, Sign-offs, archivierte Stakeholder-Kommunikation.

Wer macht was

Macht'sVerantwortetWird gefragtWird informiert
Incident ManagerService OwnerMLOps Lead, DSB/Security, Legalbetroffene Nutzer

Ablauf-Checkliste

☐ Schweregrad klassifizieren (SEV-1 … SEV-4)
☐ On-Call-Team einbinden
☐ Eindämmen (Traffic drosseln, Feature-Flag)
☐ Root-Cause-Analyse (Daten, Modell, Infra)
☐ Bei Bedarf Rollback auf letztes funktionierendes Modell
☐ Wiederherstellung validieren
☐ CAPA (Corrective/Preventive Actions) entwerfen
☐ Post-Incident-Review

Nachweise dokumentieren Sie pro Durchführung im Routinen-Logbuch (Abschnitt A6a). Die routinenspezifischen Nachweisfelder dieser Routine sind dort in jedem datierten Eintrag enthalten. Beispiel — so sieht eine ausgefüllte Vorlage aus:

Incident-Nr.Beispiel: INC-2026-007
Schweregrad (SEV-1…4)Beispiel: SEV-2
Beginn / EndeBeispiel: 12.02.2026 09:15 / 10:40
Root-CauseBeispiel: Anbieter-API zeitweise nicht erreichbar
Rollback durchgeführt (ja/nein)Beispiel: ja, auf lokalen Fallback umgeschaltet
CAPA-MaßnahmenBeispiel: Fallback-Pfad automatisiert; Anbieter-SLA geprüft
Review durch / DatumBeispiel: IT + GF, 14.02.2026

Governance-Fälligkeiten & Erinnerungen
Wird geladen…
RoutineVerantwortlichLetzteNächste fälligIntervallStatus

Alles lokal in Ihrem Browser — keine Cloud, keine Datenübertragung. Fälligkeiten sehen Sie hier in Tabelle + Kalender; optional eine lokale Browser-Benachrichtigung. Intervall-Abo (z. B. „alle 6 Monate") berechnet die nächste Fälligkeit automatisch aus der letzten Durchführung.

A6a · Routinen-Logbuch (datierte Durchführungen) ↗ als eigene Seite öffnen

Im Abschnitt „④ Routinen" sehen Sie je Routine nur den aktuellen Status — hier stehen die Status-Übersicht (Tabelle unten) und die vollständige, datierte Historie jeder Durchführung.

Betriebsroutinen sind wiederkehrende Nachweise. Dokumentieren Sie hier jede Durchführung mit Datum, Anlass, Ergebnis und Nachweis. Die Einträge werden lokal in Ihrem Browser gespeichert und beim „Stand speichern" in die Audit-Datei übernommen. Status-Logik: 🟢 aktuell · 🟡 fällig bald (≤14 T) / offene Punkte / Nachweis fehlt / bei regulatorischen Routinen (Risiko-Check, Incident): Nachweis empfohlen · 🔴 überfällig / nicht bestanden / kritisch · ⚪ nicht eingerichtet · ◻ nicht anwendbar (mit Begründung).
Reifegrad (0–3): 0 = nicht vorhanden · 1 = definiert, aber Lauf nicht bestanden/kritisch · 2 = eingerichtet & durchgeführt (Nachweis fehlt noch) · 3 = nachgewiesen (bestanden + Nachweis abgelegt). Ausführlich im Glossar (Anhang) und im User Guide.

RoutineReifeStatusLetzteNächsteOffenVerantwortlich
1 · Risiko-Check vor Produktivnahme
2 · Fairness & Nachvollziehbarkeit
3 · Änderungen an Daten & Modell (Change Control)
4 · Incident & Rollback
Routine 1 · Risiko-Check vor Produktivnahme ↑ Status setzen & Beschreibung (Abschnitt ④)
+ Durchführung dokumentieren
Weitere Details (optional): Prüfer, Risikostufe, Zusammenfassung, offene Punkte, Sign-off …
Routinenspezifischer Nachweis (aus der Vorlage)
Routine 2 · Fairness & Nachvollziehbarkeit ↑ Status setzen & Beschreibung (Abschnitt ④)
+ Durchführung dokumentieren
Weitere Details (optional): Prüfer, Risikostufe, Zusammenfassung, offene Punkte, Sign-off …
Routinenspezifischer Nachweis (aus der Vorlage)
Routine 3 · Änderungen an Daten & Modell (Change Control) ↑ Status setzen & Beschreibung (Abschnitt ④)
+ Durchführung dokumentieren
Weitere Details (optional): Prüfer, Risikostufe, Zusammenfassung, offene Punkte, Sign-off …
Routinenspezifischer Nachweis (aus der Vorlage)
Routine 4 · Incident & Rollback ↑ Status setzen & Beschreibung (Abschnitt ④)
+ Durchführung dokumentieren
Weitere Details (optional): Prüfer, Risikostufe, Zusammenfassung, offene Punkte, Sign-off …
Routinenspezifischer Nachweis (aus der Vorlage)

Laufende Überwachung (Kennzahlen)

★ = die 5 für den Anfang (ohne Spezial-Software messbar). Zielwerte sind Start-Empfehlungen; die Ampel setzt sich beim Eintragen automatisch. „Bei Rot" sagt direkt, was zu tun ist. Stand 29.08.2026.

Kennzahl (★ = Start)Zielwert (Start)IstStatusWer misstQuelle · TaktBei Rot tun
★ Läuft die KI zuverlässig? (Verfügbarkeit/Monat ggü. Provider-SLA)
Technology & Architecture
≥ 99 % · gelb 97–99 % · rot < 97 % %🟢IT-Verantwortliche/rMonitoring / Provider-Statusseite · monatlichVorfall aufnehmen, auf letzten funktionierenden Stand zurück (Routine 4)
★ Sind die Pflicht-Nachweise aktuell da? (Audit-Bereitschaft)
Risk & Compliance / Security
100 % vorhanden · rot: kritische fehlen % vorhanden🟢Geschäftsführung + externe/r DSBNachweis-Checkliste aus Schritt 2 · quartalsweisefehlende Nachweise nachziehen (Routine 1 Risiko-Check / Routine 2 Fairness)
★ Geht etwas schief? (ernste KI-Vorfälle / Quartal)
Risk (Restrisiko)
0 · gelb 1 · rot ≥ 2 oder 1 mit Kundenimpact Anzahl/Quartal🟢IT + GeschäftsführungIncident-/Ticketliste · monatlichVorfall aufnehmen, Ursache klären, ggf. zurückrollen (Routine 4)
★ Bleibt es im Budget? (Budgettreue — qualitativ)
Economic (Financial)
Kosten bleiben im geplanten Rahmen; bei Überschreitung Ursache prüfen und gegensteuern (qualitative Einschätzung, keine Zielzahl) Controlling / kaufm. LeitungBuchhaltung + Budgetplan · quartalsweiseKosten prüfen, ggf. Option/Architektur neu bewerten
★ Ist jemand zuständig? (jede KI hat benannten Owner)
Organisation
100 % · rot: KI ohne Owner im Einsatz % mit Owner🟢GeschäftsführungGovernance-Liste aus Schritt 1/2 · quartalsweiseeine/n Verantwortliche/n benennen
Bringt's dem Kunden was? (Zufriedenheit / Bearbeitungszeit)
Market / Customer
messbare Verbesserung ggü. Start · rot: Beschwerden steigen Score / %Vertrieb / KundenserviceCRM / Kundenfeedback · quartalsweiseUse-Case mit Vertrieb/Service prüfen
Sind die Leute befähigt? (Anteil geschulter Mitarbeiter)
Personnel / Learning
≥ 80 % · gelb 50–80 % · rot < 50 % % geschult🟢Personalleitung / TeamleiterSchulungsliste · quartalsweiseSchulung nachziehen
Wie schnell von Idee zu Nutzen? (Time-to-Value)
Innovation
Trend sinkend · rot: Projekte bleiben monatelang stecken TageIT / ProjektleitungProjekt-/Delivery-Übersicht · quartalsweiseEngpass im Änderungsprozess beheben (Routine 3)
KPI-Historie (datierte Messrunden — Trend über die Zeit)

Tragen Sie oben die aktuellen Ist-Werte ein und sichern Sie sie als Messrunde mit Stichtag (z. B. quartalsweise, gemäß Review-Takt). So entsteht eine datierte Historie mit Ampel-Trend; sie wird im Browser gespeichert und in die Audit-Datei übernommen.

Stichtag:

Wie dieses Werkzeug arbeitet

Die Auswertung erfolgt vollständig regelbasiert und nachvollziehbar: Die Entscheidungs-Engine rechnet mit fester Mathematik (gewichtete Summen je Option, Schwellenwerte für die Schritte 1 und 2) — gleiche Eingaben ergeben immer dasselbe Ergebnis. Der Interpretations-Abschnitt („Was bedeutet das für Sie?") wird ebenfalls regelbasiert aus den berechneten Werten erzeugt. Es kommt kein KI-Sprachmodell zum Einsatz, es werden keine Daten an externe Dienste übermittelt, und die Verarbeitung läuft lokal auf der Infrastruktur des Betreibers. Damit bleibt jede Aussage des Berichts prüfbar und auf die Eingaben rückführbar.

Nachvollziehbarkeit (Audit-Trail)

Vertragsgrundlage: Vertragspartei ist Beispiel GmbH, handelnd durch IT-Leitung, M. Mustermann. Für dieses Unternehmen wurden die Nutzungsbedingungen und der Vertrag über die Auftragsverarbeitung (Fassung 1.0 (Stand 08/2026)) am 7.8.2026, 11:00:00 bestätigt; dabei wurde erklärt, dass das Unternehmen als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB handelt. Dieser Eintrag ist der Nachweis des Vertragsschlusses; beide Dokumente sind unter tojonavigator.de/agb.html und /avv.html abrufbar.

Erstellt mit ToJo 1.16.0 · Datenschema v6 · erzeugt am 29.08.2026. Schritt-3-Eingabe-Modus: Standard — alle 8 Kriterien mit branchentypischen Standardwerten (Forschungsmodell), keine eigene Bewertung der Hosting-Optionen. Beim Laden einer gespeicherten Datei werden Herkunft (Speicherdatum, Version) und etwaige automatische Migrationen im Formular-Lade-Banner ausgewiesen.

Glossar

BegriffBedeutung
Hauptzugang (Besitzer der Datei)Der erste Zugang, der die Verschlüsselung einrichtet — der Besitzer der Datei. Nur er darf Zugänge verwalten (Mitglieder anlegen/entfernen, PINs zurücksetzen).
Notfall-Code (Recovery)Einmalig angezeigter Wiederherstellungs-Code. Öffnet die Datei, wenn ein PIN vergessen wurde, und gilt als Notfall-Hauptschlüssel. Sicher aufbewahren — ohne ihn UND ohne PIN sind die Daten unwiederbringlich.
PINPersönliche Geheimzahl bzw. Kennwort (mind. 6 Zeichen, nicht nur Ziffern) zum Öffnen der verschlüsselten Datei.
Unterschrift (Signatur)Digitale Unterschrift — belegt kryptografisch, welcher Zugang einen gespeicherten Stand erzeugt hat.
Decision RecordStrukturierte Entscheidungs- und Dokumentationsvorlage zur KI-Hosting-Frage.
Use CaseDer konkrete KI-Anwendungsfall — was die KI für wen tut.
DatenprofilBeschreibung der verarbeiteten Datenarten und ihrer Schutzbedürftigkeit.
Prüfschritt (Gate)Stufe, die bestanden sein muss, bevor die nächste geprüft wird (Schritt 1 Machbarkeit -> Schritt 2 Verantwortung -> Schritt 3 Hosting-Auswahl). In der Fachliteratur „Gate“.
On-PremBetrieb auf eigenen Servern im eigenen Haus (statt beim Cloud-Anbieter).
ReifegradEntwicklungsstand einer Betriebsroutine: 0 = nicht vorhanden, 1 = definiert, 2 = eingerichtet, 3 = nachgewiesen.
Belastbarkeit / AbstandWie klar Platz 1 vor Platz 2 liegt (Abstand der gewichteten Punktwerte): > 0,5 stark, 0,2–0,5 solide, 0,05–0,2 knapp, < 0,05 keine eindeutige Empfehlung.
Freigabebedingung (Go-live-Auflage)Auflage, die vor der Produktivnahme zu erfüllen und zu belegen ist.
StopperKritischer Punkt, der eine Freigabe hart blockiert (z. B. kein AVV bei personenbezogenen Daten).
Sign-offFörmliche Freigabe-Unterschrift der verantwortlichen Person.
Audit-TrailLückenlose, nachvollziehbare Begründungskette, wie die Empfehlung zustande kam.
Evidence-/Control-MatrixZuordnung von Auflagen/Aussagen zu ihren Nachweisen, Verantwortlichen und Fristen.
DSGVODatenschutz-Grundverordnung der EU — regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten.
DSB (Datenschutzbeauftragte/r)Interne oder externe Person, die die Einhaltung des Datenschutzes überwacht.
AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)Vertrag nach Art. 28 DSGVO, der regelt, wie ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet.
DSFA (Datenschutz-Folgenabschätzung)Prüfung nach Art. 35 DSGVO, ob eine Verarbeitung ein hohes Risiko für Betroffene birgt und welche Maßnahmen das senken.
VVT (Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten)Pflicht-Verzeichnis der Datenverarbeitungen nach Art. 30 DSGVO.
TOMsTechnische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Daten.
DatenresidenzDer geografische Ort, an dem Daten gespeichert und verarbeitet werden (z. B. Deutschland, EU).
EU AI ActEU-Verordnung zur Regulierung von KI; teilt Anwendungen in Risikoklassen (verboten, hoch, begrenzt, minimal) mit unterschiedlichen Pflichten ein.
GPAI (General-Purpose AI)Universell einsetzbares KI-Modell, z. B. ein großes Sprachmodell.
Anbieter / BetreiberAnbieter entwickelt/bringt eine KI in Verkehr; Betreiber setzt sie in eigener Verantwortung ein.
High-RiskHochrisiko-KI im Sinne des AI Act (z. B. Personalauswahl, Kreditscoring) — strengere Pflichten.
AI LiteracyKI-Kompetenz/-Schulung der beteiligten Personen (Pflicht nach AI Act).
Public CloudBetrieb beim Anbieter auf geteilter Infrastruktur.
Private CloudDedizierte Cloud-Umgebung für ein Unternehmen.
On-Premise (On-Prem)Betrieb der KI auf eigenen Servern im Haus, unter eigener Kontrolle.
HybridKombination aus Cloud und On-Prem (Schnitt legen Sie fest).
AIaaS (AI as a Service)Nutzung eines fertigen KI-Dienstes über eine Schnittstelle (API), ohne eigenes Modell zu betreiben.
BetriebsroutineWiederkehrender Governance-Nachweis im laufenden Betrieb (die vier Routinen).
Routine-LogbuchDatierte Dokumentation jeder Routine-Durchführung.
SOP (Standard Operating Procedure)Standardisierte Arbeitsanweisung — hier die vier Betriebsroutinen.
RACIRollenmodell: Responsible (macht es), Accountable (verantwortet), Consulted (wird gefragt), Informed (wird informiert).
KPI (Key Performance Indicator)Kennzahl zur laufenden Betriebsüberwachung (grün/gelb/rot).
SHAP / LIMEZwei Verfahren, die sichtbar machen, welche Eingaben eine KI-Ausgabe wie stark beeinflusst haben (Erklärbarkeit). Nur bei selbst betriebenen Modellen anwendbar; bei zugekauften Diensten tritt eine Stichprobenprüfung an ihre Stelle.
Prompt-InjectionManipulierte Eingabe, die die KI dazu bringt, ihre Anweisungen zu ignorieren — z. B. versteckter Text in einem hochgeladenen Dokument.
HalluzinationEine erfundene, aber überzeugend formulierte KI-Ausgabe: sachlich falsch, sprachlich einwandfrei.
Modell-DriftNachlassende Ausgabequalität über die Zeit, weil sich Daten, Nutzung oder das Anbieter-Modell verändert haben.
Zero-RetentionVertragliche Zusage des Anbieters, Ihre Eingaben nicht zu speichern und nicht zum Training zu verwenden.
Vendor-Lock-inAbhängigkeit von einem Anbieter, die einen späteren Wechsel aufwendig oder teuer macht.
DeterministischGleiche Eingaben ergeben immer dasselbe Ergebnis — keine Zufallskomponente, das Ergebnis ist nachrechenbar.
Angemessenheitsbeschluss (Art. 45 DSGVO)Feststellung der EU-Kommission, dass ein Drittland ein angemessenes Datenschutzniveau bietet; dann ist eine Übermittlung ohne weitere Garantien zulässig.
Standardvertragsklauseln (SCC)Von der EU-Kommission vorgegebene Vertragsklauseln, die eine Datenübermittlung in ein Drittland absichern (Art. 46 DSGVO).
Transfer Impact AssessmentPrüfung, ob die Standardvertragsklauseln im Empfängerland tatsächlich tragen — Rechtslage, Behördenzugriffe, Wirksamkeit der Garantien.
PseudonymisierungDer Personenbezug wird durch Kennungen ersetzt, sodass eine Zuordnung nur mit zusätzlichem Wissen möglich ist.
BSIGDas deutsche BSI-Gesetz — setzt die NIS2-Richtlinie in nationales Recht um und regelt, wer betroffen ist und welche Pflichten gelten.
Least PrivilegeGrundsatz der minimalen Rechte: Jede Person und jedes System erhält nur die Zugriffe, die für die Aufgabe nötig sind.
Secret-StoreGesicherter Ablageort für Zugangsschlüssel und Passwörter — nicht im Klartext in Dateien oder im Quellcode.
Tenant Isolation (Mandantentrennung)Technische Trennung Ihrer Daten von denen anderer Kunden beim selben Anbieter.
tamper-evidentManipulationserkennend: Eine nachträgliche Änderung wird sichtbar, aber nicht technisch verhindert (das wäre tamper-proof).
SEV-1 bis SEV-4Schweregrade eines Störfalls: SEV-1 kritisch/Totalausfall, SEV-2 stark eingeschränkt, SEV-3 spürbar, SEV-4 gering.
CAPAKorrektur- und Vorbeugemaßnahmen nach einem Vorfall: was sofort behoben wird und was die Wiederholung verhindert.
RCA (Root-Cause-Analyse)Ursachenanalyse — die eigentliche Ursache eines Vorfalls statt nur des sichtbaren Symptoms.
Golden Tests / Golden SetEin fester Satz Testfälle mit erwarteten Ergebnissen, gegen den vor und nach jeder Änderung geprüft wird.
RAGVerfahren, bei dem die KI vor der Antwort in hinterlegten eigenen Dokumenten nachschlägt, statt nur aus dem Modellwissen zu antworten.
Pinning (Modell-Version)Eine bestimmte Modell-Version festhalten, damit ein stilles Anbieter-Update das Verhalten nicht unbemerkt ändert.
Shadow / CanaryGestaffelter Rollout: Die neue Version läuft erst unsichtbar mit (Shadow) oder nur für einen kleinen Teil der Nutzung (Canary).
Adversarial-TestsGezielte Belastungstests mit ungewöhnlichen oder böswilligen Eingaben — hält das System stand?
CI/CDAutomatisierte Bau- und Ausroll-Kette für Software; die dabei entstehenden Protokolle dienen als Änderungsnachweis.
eIDElektronische Identität mit geprüfter Personenbindung (z. B. Ausweisfunktion) — Voraussetzung für eine rechtsverbindliche digitale Unterschrift.
AHP (Analytic Hierarchy Process)Anerkanntes Verfahren, um Optionen anhand gewichteter Kriterien strukturiert zu bewerten und zu vergleichen.
TCO (Total Cost of Ownership)Gesamtkosten einer Option über die Nutzungsdauer (im Werkzeug nur qualitativ, keine Euro-Zahlen).
MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung)Anmeldung mit einem zweiten Faktor zusätzlich zum Passwort.
RBAC (Rollen-/Rechtekonzept)Zugriffsrechte werden an Rollen statt an einzelne Personen vergeben (Role-Based Access Control).
TLSVerschlüsselung der Datenübertragung (Transport Layer Security; schützt Daten in Transit).
SLA (Service-Level-Agreement)Vertraglich zugesicherte Dienstgüte, z. B. Verfügbarkeit und Reaktionszeit.
NIS2EU-Richtlinie zur Cyber-Sicherheit für bestimmte Unternehmen und Sektoren.
KRITISKritische Infrastrukturen (z. B. Energie, Wasser, Gesundheit) mit erhöhten Sicherheitspflichten.
ISO/IEC 27001Internationaler Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme.
ISO/IEC 42001Internationaler Standard für KI-Managementsysteme.
COBITRahmenwerk für IT-Governance; die Routinen verweisen als Fachreferenz auf COBIT-Kontrollziele (z. B. APO13, MEA03, BAI06, DSS02).

Geltungsbereich & Haftungsausschluss

Validierter Anwendungsrahmen: KMU/Mittelstand (DACH) mit niedriger bis mittlerer Regulatorik. Nicht für Banken, regulierte Finanzinstitute oder hochregulierte Hochrisiko-Systeme.

Dieser Decision Record wurde mit dem ToJo Navigator auf Basis der eingegebenen Angaben erstellt. Er stellt eine strukturierte Entscheidungs- und Dokumentationsgrundlage dar und ersetzt keine rechtliche, datenschutzrechtliche oder sicherheitstechnische Prüfung und keine Zertifizierung (z. B. nach ISO/IEC 42001 oder 27001). Verträge, Auftragsverarbeitung (AVV), Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) und Anbieterangaben sind gesondert zu prüfen. Die Empfehlung gilt vorbehaltlich der internen Validierung der zugrunde liegenden Annahmen.

Erzeugt mit dem ToJo Navigator · Datum 29.08.2026 · Version 1.

ToJoKI-Hosting Decision Record
BEISPIEL · NICHT ZUR VORLAGE
Beispiel GmbH · KI-Hosting Decision Record · 29.08.2026 · vertraulich